Blood on my Hands – der Deathknight als Tank in Cataclysm

Heute will ich mich einem Thema widmen, das ich schon etwas länger vor mir hergeschoben habe, nämlich dem Blood DK. Bekanntlich hat Blizzard die DK Talenttrees mächtig durcheinandergewirbelt, mit dem Ziel, Blood zum einzigen Tankbaum umzumodeln. Um es vorwegzunehmen, das ist ohne Zweifel gelungen. Doch wie sieht der neue DK aus? Zunächst einmal fällt auf, dass viele Fähigkeiten,  die vorher über die Trees verteilt waren, nun alle kompakt im Blood Tree vorhanden sind. Das gilt insbesondere für Bone Shield, das aus dem Unholy Tree verschoben wurde.

Wie bei den anderen DK Specs auch sind auch die Rotationen umgestellt worden. Es läuft auch hier auf zwei Styles zum Dumpen der Runen hinaus, dazu ein Dump für Runic Power. Das bedeutet: die Hauptangriffe sind Deathstrike, Heartstrike und Rune Strike. Heartstrike wird dabei zum Abbau der Blood Runes verwendet und liefert zudem ordentlichen Cleave Damage. Mit anderen Worten: es ist ein sehr guter Angriff, wenn man kleinere Gruppen tanken muss. Deathstrike wird zum Dumpen der übrigen Runen, insbesondere auch der Death Runes verwendet. Dabei gilt es, die Deathstrikes idealerweise nicht zu eng hintereinander zu platzieren, um den maximalen Effekt aus dem aus den Deathstrike aufgebauten Schilden herauszuholen.

Denn eine der Stärken des DKs ist seine Fähigkeit, sich selber und auch die Gruppe mitzuheilen und sich selber mit den Schilden, die durch die Mastery Blood Shield aufgebaut wird, zu schützen. Das führt teilweise dazu, dass der DK wesentlich stärker HP technisch droppt als beispielsweise ein Warrior. Andererseits kann er teilweise schier endlos mit wenig Heilung auskommen, wenn er einmal anfängt, seine ganzen Cooldowns aneinander zu reihen. Insofern mag das für einen Heiler zunächst erst einmal etwas stressiger sein. Aber im Endeffekt ist der DK momentan ein sehr starker Tank, der dem Heiler reichlich Luft läßt, auch die Gruppe zu heilen.

Dementsprechend stellt sich, ähnlich wie beim Prot Warri, die Frage, wie wertvoll die Mastery ist. Kurz gesagt: sehr wertvoll. Es wird einige Items geben, die eigentlich eher für DPS gedacht sind, die aber mit Mastery + Hit/Expertise auch ausgezeichnet für den DK Tank sind. Das gilt auch für das DPS DK T11 Set. Eine andere Frage ist, welchen Tree man als Subspec wählt. Frost bietet noch mehr Selbstheilung durch Lichborn/Deathcoil Konbo, Unholy mehr Möglichkeiten beim Flächentanken durch das gepimpte Death and Decay. Ich würde in Heroics eher zweiteres nehemen, in Raids hingegen ganz klar Lichborne, es sei denn, man wird zum Add einsammeln eingesetzt.

Andere wichtige Punkte: mit Krankheiten spielen oder ohne? Diseaseless Blood klappt an sich sehr gut, allerdings mit einer Einschränkung: man hat keine Debuffs auf den Mobs. Insofern empfehle ich zumindest anfangs die Diseases einzuplanen. Grad mit Outbreak ist das ja in der Regel kein Problem. TPS Probleme sollte es ohnehin nach kurzer Antankzeit mit hochgestacktem Vengeance Buff nicht mehr geben.

Ein weiteres Thema sind die Glyphen – der Spielraum bei den Primes liegt hier zwischen DnD und Heartstrike, wo ich DnD bevorzugen würde in Heros. Bei den Majors ist Blood Tap Pflicht, weil der Skill dadurch noch viel stärker wird und man so auch mal den eigenen Heiler oder einen DD retten kann. Ob man die Vampiric Blood Glyphe nehmen will, muss jeder selbst entscheiden, ich find sie relativ problematisch, weil sie einen abhängiger vom Heiler macht. Andererseits, wenn man genug Runen hat, kann man sich mit 2-3 Deathstrikes schnell gegenheilen und hat eben den erhöhten Benefit auch für Fremdheals.

Mein Vorschlag für Spec und Glyphen daher: Blood DK Tankspec / Unholy

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+