Browsergames – Spielspaß oder Abzocke?

Computerspiele erfreuen sich einer großen Beliebtheit und stellen für viele Menschen ein liebgewonnenes Hobby dar. Dabei stellen die Browsergames interessante Alternativen zu gewöhnlichen Spieletiteln dar und begeistern durch den kostenlosen Spieleinstieg. Weil eine große Anzahl der zugehörigen Games zur gefährlichen Kostenfalle werden kann, gilt es allerdings verschiedene Aspekte zu beachten, um von den Vorteilen der Browserspiele zu profitieren.

Wie aus dem kostenlosen Spielspaß eine Kostenfalle wird

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Browsergame um ein Videospiel, das nicht auf dem Rechner installiert werden muss, sondern direkt im Internetfenster startet. Weil immer mehr Anbieter diesem Trend folgen, steht den Usern mittlerweile eine enorme Auswahl an unterschiedlichen Genres zur Auswahl. Allgemein gesehen bietet diese spezielle Form der Computerspiele Spaß in ansprechend gestalteten virtuellen Welten zum Nulltarif. Obwohl die zugehörigen Anbieter gerne mit dem Slogan „Free2Play“ werben, sind leider nicht selten versteckte Kosten vorhanden, die erst mit zunehmender Spieldauer offensichtlich werden. Die enorm hohe Zahlungsbereitschaft ist in einer passenden Infografik von netzsieger.de zu sehen.

Ausschnitt aus der Infografik von www.netzsieger.de zum Thema Mythos Free2Play – Das Geschäft mit der Ungeduld der Online-Gamer)

Ausschnitt aus der Infografik von www.netzsieger.de zum Thema Mythos Free2Play – Das Geschäft mit der Ungeduld der Online-Gamer)

Die meisten Publisher machen sich dabei den Ehrgeiz der Spieler zu Nutze. Das bedeutet konkret: Nur wer bereit ist, für zusätzliche Waffen, Rohstoffe oder sonstige Elemente des jeweiligen Games zu bezahlen, hat eine reelle Chance die zugehörigen Bestenlisten anzuführen. Speziell Kinder und Jugendliche zählen zu den typischen Opfern der entsprechenden Kostenfallen. Überteuerte Hotlines oder SMS als Zahlungsmethode sprechen ebenfalls eine eindeutige Sprache und stehen für unseriöse Geschäftspraktiken. Aufgrund dieser Vorgehensweise wird aus „Free2Play“ innerhalb kürzester Zeit „Pay2Win“. Die Nutzer werden mit einem angeblich kostenlosen Spielerlebnis gelockt und sobald sie sich für das Angebot begeistern, wird abkassiert. Ein populäres Beispiel ist in diesem Zusammenhang mit den clientbasierten Rollenspielen zu benennen. So hat hier in der Regel immer der Spieler die Nase vorn, der das meiste Geld in eine bessere Ausrüstung und effektivere Waffen investiert.

Positive Beispiele für faire Browsergames und abschließende Bemerkungen

Neben Publishern, die ihre Spieler in Form von Kostenfallen ausnehmen, gibt es aber auch eine Reihe von seriösen Anbietern. Netzsieger hat auch hierfür eine ausführlichen Übersicht zusammengestellt. Dazu gehören beispielsweise die Spieletitel „Forge of Empires“, „Anno Online“ und „Seafight“. Während es in „Forge of Empires“ um den Aufbau einer Zivilisation geht, kann der User in „Seafight“ zum virtuellen Piraten werden. „Anno Online“ ist hingegen die perfekte Wahl für alle  Strategiespielfans. Abschließend lässt sich festhalten, dass Browsergames nicht immer günstige Alternativen zu einem gewöhnlichen PC-Spiel darstellen. So nutzen einige Anbieter das Konkurrenzdenken der Spieler aus und kassieren ordentlich ab. Demzufolge gilt es bei der Auswahl eines Browserspiels verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Dazu zählt neben dem Genre in jedem Fall auch das Kostenmodell, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+