Kampf der Musikdienste: iTunes, Google Music und Amazon

Kennt Ihr das auch? Ihr hört gern Musik und wollt gern digital ein Album kaufen? Mittlerweile gibt es ja nicht nur einen Dienst dafür. Denn längst hat jede große Firma einen eigenen Dienst etabliert.

Apple setzt auf iTunes, wo man via Kreditkarte oder Guthaben, was man bei iTunesKarte.de kauft, digital shoppen kann. Das hat solange super funktioniert, solange ich ein iPhone hatte. Doch die iTunes-Integration klappt eben nur solange gut, wie man Apple –Produkte benutzt.

Versucht mal auf meinem neuen Sony Xperia Z3 iTunes zum Laufen zu bringen. Fehlanzeige. Also mussten Alternativen her. Zuerst bin ich bei Amazon gelandet, aber so richtig ausgereift scheint der Dienst des Versandriesen noch nicht zu sein. Zumindest nicht vergleichbar komfortabel und einfach zu benutzen wie die Software aus Cupertino.

Goolge scheint da schneller von der Konkurrenz zu lernen; denn Google Music ist im Vergleich zu Amazon deutlich besser auf den Android-Smartphones integriert. Kommt ja auch irgendwie von Google. Fairerweise müsste man hier jetzt noch das Amazon-Firephone mit eigenem Betriebssystem erwähnen, wo wahrscheinlich sowohl iTunes und Google Music das Nachsehen hätten. Da das Firephone aber ein wirtschaftlicher Totalschaden für Amazon war, vergessen wir diesen Gedanken besser wieder recht schnell.

Das führt mich zu der nüchternden Erkenntnis: Jeder Dienst ist nur so gut wie das Gerät, auf dem er verwendet wird. Sprich: Nutzt am besten das, wofür euer Gerät optimiert wurde.  Damit hat man den meisten Spaß, volle Integration und einfache Bedienung. Bei allem anderen wird es doch meist recht holprig.

Schlimm wird es dann nur, wenn man die Geräte und die damit verbundene Software häufig wechselt. Alle Alben in iTunes importieren ist langwierig, dass dann bei Google Music irgendwann wiederholen zum müssen nervig. Und wenn ich das nun noch ein drittes Mal bei Amazon machen müsste, springe ich aus dem Fenster, so gern ich auch meine Musiksammlung pflege und verwalte. Denn schließlich will ich ja nur Musik hören und nicht jedes Mal Gigabytes an Alben runter und hochladen wenn ich mein Handy wechsle.

Entscheidet euch also besser gleich vorher für einen Dienst (mit Berücksichtigung Eurer derzeitigen und künftigen Hardware) und bleibt dabei. Sonst herrscht sehr schnell Musik-Chaos, weil Eure Sammlung über verschiedene Dienste verteilt ist.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+