Healmeter & WWS-Stats

Kürzlich hatte ich eine Diskussion über Sinn und Unsinn eines Healmeters a la Recount oder SW-Stats. Dazu möchte ich dann auch hier einmal meine Meinung loswerden.

Wie ihr wisst, hab ich ja früher in WoW Classic einen Rogue gespielt. Den Damage den man macht kann man mit solchen Tools sehr gut benchmarken, da es keinen Raw- oder Effektiv-DPS gibt und es darum geht den Schadensoutput zu maximieren. Sprich jeder DDler will oben stehen und den meisten Schaden im Raid machen. Dieses Denken habe ich z.T. auch auf meinen Priester übernommen, sprich ich versuche das Beste aus der Klasse rauszuholen um im effektiven Heal möglichst weit oben zu stehen. Ich bin mir aber durchaus bewusst, das man ein Heal-Meter nicht so leicht beurteilen kann wie ein DPS-Meter.

Zum einen geht es um den effektiv Heal, sprich jenen Heal, der tatsächlich geheilt hat und nicht ins Overheal ging. Das ist mitunter reine Glückssache ob der Heal trifft, oder eben nicht. Zudem muss auch die Aufgabe, ob nun Raid oder Tankheal (oder sonstige Sonderaufgaben), mit bei der Analyse berücksichtigt werden. Allein für sich halte ich ein Healmeter für nicht sonderlich aussagekräftig. Sprich beim Tankheal werde ich effektiv nicht so gut dastehen, da ich den Tank meist kräftig overheale, hingegen ich beim Raidheal mehr Effektiv- als Overheal produziere.

Hier ziehe ich dann noch die WWS-Stats zu Rate. Hier wird neben dem Effektivheal auch der Rawheal berücksichtigt und man erkennt wie viele Heals man in der Summe pro Try gecastet hat, welchen Raw-HPS man liefert und was man sonst noch so während des Kampfes getrieben hat (Buffs, Manapots etc.). Wenn nun ein Heiler pro Try 120 Casts macht, ein anderer hingegen nur 70 und auch im Effektiv-Heal weit abgeschlagen ist, bleibt zu hinterfragen, wie eine Castdifferenz unter nahezu gleichen Bedingungen von mehr als 50 Casts zustande kommen kann. Ähnlich kann man eine HPS Differenz hinterfragen, ob nun die Ränge zu klein/gross gewählt wurden und ggf. angepasst werden sollten.

Sicherlich kann man die Meinung vertreten: Boss tot, alle überlebt, Heilung war gut. Nächster Boss. Das mag prinzipiell auch richtig sein, aber es trägt nicht dazu bei Fehler bei sich zu finden, bzw. sich zu verbessern um das theoretische Maximum zu erreichen. Daher spiel ich auch den Priester mit ein bisschen Competition ums Healmeter, da der Reiz Erster sein zu wollen dazu beiträgt mich verbessern zu wollen, Fehler zu finden und das Gear weiter zu optimieren. Das heisst aber nicht, das ich ein schlechter Verlierer bin, wenn ich nicht auf den ersten Plätzen bin. So verbissen seh ich das ganze nicht an.

Ein freundschaftlicher Wettkampf mit Mopek um Platz eins macht immer wieder Laune, wobei ich ihm den Tip mit Haste wohl besser nicht hätte geben sollen, denn seitdem ist er immer auf dem Thron. Nerf Chain-Heal, buff CoH!!!! 😉

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+