Grüsse von Bruno

Der Alptraum der Magier – ständig werden arme hilflose Schafe angefallen und aus ihrem friedlichen Schlummer gerissen.

Der Alptraum der Krieger – ständig muss er um die Aufmerksamkeit der Mobs kämpfen.

Und dann noch die armen Schurken – ständig macht ihnen so eine unverfrorene Mietzekatze die Items streitig.

Der FERALDRUIDE – aka – Der Schadbär

Nun besteht zu aller erst eine Grundfrage – was ist der Feraldruide?

Er ist als Bär ein recht brauchbarer Tank, als Katze ein sehr guter Damage-Dealer (DD), doch wo ist er wirklich einzuordnen?

Im T4 Bereich ist der Druide ein brauchbarer DD, doch spätestens im T6 Bereich ist dies vorbei – einen Feraldruiden als reinen DD einzupacken ist suboptimal, da er einfach nicht auf die DPS-Werte von Castern/Schurken und co kommt. Doch warum nimmt man einen Feraldruiden mit? – ( die meisten Raids haben einen an Bord )

Zum einen – Ja er ist als Katze immer noch ein passabler DD, mit dem richtigen Equip im Bereich der Supporter, weit über dem Niveau eines Def-Tanks – und da liegt auch der eigentliche Vergleichswert.

Schon im T4 Bereich, angefangen mit blauem Equip ist der Druide ein hervorragender Tank. Er hat durch seine extrem hohen Rüstungswerte, die er schon mit blauem Equip erreichen kann eine sehr gute Mitigation, bis zum T5 Bereich ist er dem Krieger damit überlegen. Hinzu kommen seine guten Ausweichen Werte, da er sehr gut mit Beweglichkeit skaliert.

Doch hier ist auch eines der Grundprobleme – der Druide hat NUR Ausweichen als Avoid Fähigkeit. Jeder unschuldig drein blickende Level 10 Bär in Ashenvale kann Blocken und Parieren – der Druide mit lvl 70 immer noch nicht. – dazu mehr später

Doch seine eigentlichen Qualitäten spielt der Druide in der Symbiose als Tank und DD aus. Er ist in der Lage, mit einer Skillung sowohl ein sehr guter Tank zu sein – bis auf wenige Bosse ( Illidan – fehlender Schildblock / Reliquary of Souls – Spellreflect ) kann er auch im T6 Bereich alles tanken.

Besonders in Situationen wo er selbst wenig Schaden bekommt, als 2ter Tank bei Gurtogg Bloodboil oder auch schon bei Gruul ist er in der Lage, durch seine persönliche Wutgenerierung relativ gut mitzuhalten. Alternativ kann er selbst im Tank Equip durch den Wechsel in Katzenform seine persönliche DPS nochmals steigern wenn auch das nur ein Teil dessen ist was er mit dem richtigen Equip in Katzenform kann. Gerade in ZA oder bei Brutallus ist dieser – wenn auch minimale – Boost sicher eine Hilfe.

Ein Hauptproblem des Feraldruiden ist die mangelnde Skalierung, die ihn gerade zu Anfang von BC übermächtig gegenüber dem Krieger gemacht hat, jedoch sobald man in den T5 Bereich kommt und der Krieger, welcher zum Teil traumhaft mit Equip skaliert, sich langsam ausrüsten kann zieht er am Druiden vorbei – zumindest in den Punkten Mitigation und Avoid. Im T6 Bereich kommt er dem Druiden dann noch von der Aggro Generierung sehr nahe, zumindest wenn er genügend Wut hat.

Der Druide hingegen startet auf einem sehr hohen Level – was ihn gerade im T4 Bereich zu einem sehr guten Tank macht – er verfügt über höhere HP-Werte, hällt mehr aus und erzeugt dazu noch mehr Bedrohung.

Im T6 Bereich kann er nur noch mit der erhöhten Bedrohung punkten – die HP-Werte sind relativ angeglichen, am Rüstungscap ( 35580 Rüstung ) kann der Druide schon mit T4 sein – es geschieht also nicht mehr viel bei der Mitigation – Es kommt noch etwas Avoid hinzu, jedoch kann ein darauf ausgelegter Krieger da noch mehr herausholen.

Des weiteren wird dem Druiden dann immer mehr das fehlen der Fähigkeit „Blocken“ zum Verhängnis – er fängt schmetternde Schläge ein ( Crushing Blows ). Diese verursachen 1.5mal so viel Schaden wie normal, können jedoch geblockt werden. Ein Krieger oder Paladin kann diese zu einem relativ hohen Prozentsatz durch seine Fähigkeiten Schildblock/Heiliges Schild loswerden. Der Druide kann sie theoretisch über Ausweichen auch aus dem so genannten Attack Table schmeißen, jedoch funktioniert das nur über einen Ausweichen Wert von etwa 95% erfordert – unrealistisch, da das auch zu lasten der passiven Wut Generierung geht.

Wenn man allerdings eine Tank braucht, der auf einzelne Gegner viel Bedrohung aufbauen kann, auch in Situationen in denen er selbst weniger Schaden bekommt, man einen flexiblen Tank haben möchte, der schon im nächsten Kampf passablen Schaden machen kann, ist man mit einem Druiden bestens beraten!

Zusätzlich bringt er natürlich auch die Annehmlichkeiten des „Basisdruiden“ mit. Er kann Gruppenmitglieder im Kampf wiederbeleben oder einem Priester mit einem Anregen aushelfen. ABER VORSICHT! er sollte dies nicht tun wenn er gerade als Tank vor einem Gegner steht.

– Nachtelfen sind für ihre eingesprungene Schraube aus der Bärform in den Tod berühmt ;-P –

So Long – Nighthoof <Away from Keyboard> BlackrockEU

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+