Eiskronen Zitadelle: Die Schmiede der Seelen – ein Guide

Nachdem ich nun ein paar Mal in den Gefrorenen Hallen war, sowohl als DDler, Heiler, als auch als Tank mit meinem Warrior, ist es Zeit für einen kleinen Guide. Denn die drei Wings der Gefrorenen Hallen sind ja doch nicht ganz so einfach wie man es von den normalen Heroics gewohnt ist, wo man mittlerweile im Schlaf durchrennt und auch Fehlpulls gut verkraften kann.

Die Schmiede der Seelen ist, wie alle neueren Instanzen von Blizzard, sehr linear aufgebaut, man kann sich also eigentlich kaum verlaufen. Allerdings kann man an allen möglichen Ecken herunterfallen, das Nutzen der Follow Funktion erfolgt daher auf eigene Gefahr. Nach gut 10 Trashgruppen findet man dann den ersten Boss, Brohniam. Aber zunächst zum Trash. Im ersten Bereich gibt es im Wesentlichen 2 Arten von Trashgruppen. Einerseit große Casterpacks, die in der Lage sind, sehr viel Schaden in die Gruppe zu drücken und auch schwer sauber anzutanken sind. Als Warrior hat man hier, aber auch in den folgenden Instanzen oft mit den langen CDs von Thunderclap und Shockwave zu kämpfen, allerdings machen Fähigkeiten wie Shieldreflect dies bei den Casterpacks wett, so dass man als Warrior wohl mit am besten den hereinkommenden Schaden reduzieren kann (der andere Faktor ist die Tatsache, dass man sehr viel Schaden blocken kann). Die beiden großen Skelette, die mehrfach als Doppelpack auftauchen, sind eher harmlos, einfaches tanken und nuken. Man merkt aber schon ganz deutlich, dass die Gearanforderungen in dieser Instanz deutlich über dem Niveau der anderen Instanzen liegt. Sprich, Ilvl 226 aufwärts, auf einem DDler geht in den ersten beiden Instanzen auch etwas wengier, aber in den Hallen der Reflektion muss dann spätestens auch der Damage eines jeden Einzelnen stimmen.

In allen Instanzen müssen die DDler nicht nur Schaden bringen sondern, soweit sie können, auch ihre Interrupts nutzen, um den Heiler zu entlasten. Schon in der Schmiede der Seelen kommt noch hinzu, dass der Heiler, soweit er kann, auch sämtliche Debuffs von den Spielern nehmen sollte, die sind hier keinesfalls nur so zum ärgern sondern teilweise gerade in Kombination wahrhaft tödlich. Wenn man beispielsweise einen Priester oder Paladin als Heiler hat, sollten etwaige Eulen und Magier hier decursen. Dies gilt in der Schmiede vor allem bei den Geistern vor dem 2. Boss, die sonst unter Umständen schwächer ausgerüstete Tanks einfach umkippen. Denn 75 % weniger Heilung für 15 Sekunden sind eine Menge Holz und nuken können die Mobs auch noch sehr ordentlich. All dies sollte in einem Instanz Guide eigentlich nicht drin stehen, aber die Betonung hierdrauf soll einfach verdeutlichen, dass mit dran, drauf, drüber hier kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

Kommen wir zu den Bossen. Boss Nummer eins ist, wie schon gesagt, Brohniam. An sich ist er relativ einfach. Man bekämpft ihn in einem runden Raum und es ist hier sehr wichtig, dass alle sich am Boss knubbeln. Zwar macht er ab und zu einen AoE, der ist aber gut ausheilbar. Das Problem ist dann seine Phase 2. Er portet sich in die Mitte des Raumes und zieht eine Art Barriere im äußeren Bereich. Wer nun drin steht, bekommt eine richtige Packung an Schaden. An einer Person ist das noch gerade heilbar, aber die Crux ist, dass der Boss regelmäßig eine Art Fear einsetzt, welches nicht abbrechbar oder mit Fear Ward zu kontern ist, und das Ziel in die Barriere schickt. Steht jetzt schon jemand drin der da nicht drin stehen sollte, stirbt einer.  Der Cast geht übrigens scheinbar nicht auf den Aggrohalter. Wenn man sich aber in P2 sauber hinstellt und den Schaden weggeheilt bekommt, dann ist der Kandidat kein großes Problem. Die ersten Epics looten und ggfs noch eine 20 Slot Tasche, dann gehts weiter. Es folgen nochmal einige Trashpacks, dann biegt man rechts in einen Gang ein, wo man zwei der zuvor beschriebenen Geister vorfindet. Diese umklatschen und schon steht man vor Boss 2.

Der Devourer of Souls/Verschlinger der Seelen erinnert alle BT Raider an einen alten Bekannten, spielt sich aber doch ein wenig anders. Der Boss kann potentiell sehr schnell eine Gruppe wipen weshalb man sich die Fähigkeiten mal genauer anschauen muss. Anders als die meisten Bosse ist dies wirklich ein reiner Caster, das heißt, der Tank bekommt permanent 18k Nukes (Phantom Blast) um die Ohren. Dies passiert nur dann nicht, wenn er eines seiner Specials einsetzt.  Das erste Special ist Mirrored Soul, erkennbar an einem roten Strahl, der ein Mitglied der Gruppe mit dem Mob verlinkt. Wenn das passiert, muss sofort jeglicher Schaden eingestellt werden, weil der Schaden, den der Boss bekommt auch beim verlinkten Mitglied einschlägt. Man kann sich vorstellen, wie schnell man damit einen Kollegen töten kann. Ist es der Heiler, ist an diesem Punkt im schon Feierabend.

Ab und an castet der Boss dann noch Unleashed Souls, in der Folge erscheinen dann viele Geister, die nur mit AoE Fähigkeiten angegriffen werden. Der Schaden durch diese Adds ist eher gering, aber dennoch sollte man versuchen, sie etwas auszudünnen. Als letzte Fähigkeit verfügt er über einen Strahl, der von einem festgelegten Punkt aus 90 Grad wandert und alle Ziele, die er trifft, mit sehr sehr viel Schaden beschießt. Also analog zu Mimiron oder C’Thun. Wird also Wailing Souls gecastet, schauen wo der Startpunkt ist und dann rennen.

Man sieht, der Boss ist ein wenig komplexer, aber keineswegs unüberwindbar. Ich hoffe, dieser kleine Guide hilft bei der Bewältigung der ersten neuen Instanz „Gefrorenen Hallen“, bzw. der Schmiede der Seelen/Forge of Souls. In einem der nächsten Artikel schaue ich mir dann die zweite Instanz, den Pit of Saron an.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+