Blutroten Hallen clear – Blood Princes und Blood Queen Lana’thel down

Zumindest im 10er. Wie Mem ja Gestern schon berichtet hat, verschiebt sich unser 25er Raid auf den Anfang der kommenden Woche. Allerdings hatten wir bereits Freitag im 10er Raid die Chance, uns den neuen Flügel, die Blutroten Hallen, anzusehen.

Es ist ja durchaus sinnvoll, erste Erfahrungen im 10er zu sammeln, gerade da die Flügelendbosse Putricide und Lana’thel ja mit einem Try-Counter versehen sind, so dass man sie nicht unendlich pullen kann. Nach 15 Fehlversuchen ist hier Schicht im Schacht. Wenn man die Encounter also bereits im 10er gesehen, oder gar gelegt hat, erhöht dies die Chance, keine Versuche im 25er Raid aus dem Fenster zu werfen. Gerade bei Putricide ist diese Strategie bei uns voll aufgegangen, da wir so Professor Seuchenmord gleich in der ersten ID legen konnten. Hoffen wir, dass es genau so bei Lana’thel kommende Woche laufen wird.

Dabei startete der 10er Raid am Freitag etwas holperig. Da wir uns ja bereits der Öffnung des vierten Wings, der Frostwing Halls (Hallen der Frostschwingen) nähern und somit die Hard Modes in greifbare Nähe rücken, dachten wir uns, dass es langsam an der Zeit wäre, die Achievements, die für das Meta Achievement, Ruhm des Schlachtzüglers von Eiskrone, für das es einen blutgebadeten bzw. eisbeschlagenen Frostbrutbezwinger Flugmount als Belohnung gibt, anzugehen. Denn es wäre Blödsinn Achievements im Hard-Mode anzugehen, die gar keinen Hard Mode voraussetzen. Und extra später einen Boss dann wieder im Soft-Mode killen, wäre Verschwendung von Hard-Mode Loots.

„Entknöchert“ bei Lord Mark’Gar und „Da habe ich aber ein Chaos angerichtet“ bei Todesbringer Saurfang hatten wir schon quasi von selbst mitgemacht, somit stand als erstes Achievement „Volle Hütte“ bei Lady Todeswisper auf dem Plan. Und dieses Achievement ist, wie Mem schon schrieb, wirklich nervig, weil extrem glücksabhängig. Mal spawnen nicht die richtigen Mobs, was es schwer macht den Enrage-Timer am Ende zu treffen, mal verwandeln sich die Humanoiden in letzter Sekunde in ein Skelett. So auch bei unserem Versuch, weswegen der Boss nach einer handvoll Versuchen dann letztlich doch ohne Achievement umfiel. Naja, dann eben nächste ID.

Dafür haben wir dann aber „Wir sitzen alle im selben Boot“ bei der Luftschlacht um die Eiskronen Zitadelle geschafft. Mit 2 Tanks und einem DK als dritten Aushilfstank, war es ein leichtes, jeden Spieler nur einmal auf das gegnerische Schiff zu schicken und dennoch den Kampf rechtzeitig zu beenden. Allerdings sollten die Bordschützen die Kanonen kennen und wissen wie man diese richtig bedient. Denn mehr als 3 Phasen kann man sich nicht leisten. Also eine Überhitzung von um die 90% ist Pflicht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Weniger macht zu wenig Schaden, mehr erhöht die Gefahr der Überhitzung, was einen totalen DPS-Einbruch aufs gegnerische Schiff bedeutet.

Die Plagueworks ließen wir erst mal aus, schließlich haben wir die Seuchenwerke letzte ID gecleart, die Crimson Halls sollten in Hinblick auf den 25er Vorrang haben. Die Blood Princes sind ein sehr schöner, wenn auch hektischer Encounter, bei dem der schwierigste Part wohl der des Tanks an Prinz Keleseth ist, der auf Range getankt wird und mit seinen ShadowBolts, vor allem wenn er empowred ist, richtig dicke Kellen raushaut. Hier muss der Tank immer fix die schwarzen Kugeln im Raum an sich binden, damit er genügend Schattenresi hat, um genug vom Incoming Schaden zu absorbieren. Hat er dies nicht, ist der Tank ein OneHitWonder. Wir haben es zu Beginn mit Cervantis, unserem Shadow probiert, was mehr schlecht als recht funktioniert hat. Selbst mit 3-4 Kugeln war er nahezu instant tot, vor allem, wenn noch einer der anderen AE Effekte, welche die ganze Zeit im Raum rumkurven, eingeschlagen ist. Nach ein paar Trys haben wir dann einen herkömmlichen Prot-Pala den Job erledigen lassen. Über 50k HP waren hier weit angenehmer zu heilen, als die knappen 25k vom Schattenpriester. So lag dann der Council Encounter rund um die Blutprinzen recht zügig im Staub.

Die Uhr zeigte knapp 2 Uhr in der Früh, als wir bei der Blood Queen Lana’thel ankamen. Insgesamt 10 Versuche brauchten wir, bis sich die Blutkönigin kurz vor vier geschlagen gab. Dabei ist der Encounter eigentlich sehr leicht zu verstehen, aber doch schwer zu meistern. Leute mit rotem Strahl zusammen laufen, Leute die gebissen wurden, müssen andere beißen, WoW is easy, sometimes there is Fire, do not stand in the Fire. Aber man merkte das die Konzentration nach ließ, denn genau dieses Feuer bereitete uns die meisten Probleme. Einfach übersehen und drin stehen geblieben, oder mitten im Raum platziert, bereitete uns das Fear beim Wechsel in die Flugphase die meisten Probleme. Dabei sah die Lösung wirklich simpel aus:

Das Feuer nicht im Raum, sondern immer schön am Rand verteilen, damit man selbst im Fear nicht druchgefeart wird, vorm Fear ein Fearward auf mich, so dass ich die Gruppe schnell mit einem Massdispel aus dem Furchteffekt befreien konnte. Beim zweiten Phasenwechsel nahm ich das Fearward unseres Shadows in Anspruch. So muss sich jeder nur noch zügig vom Rest der Gruppe entfernen, damit man im anschließenden AE Schaden nicht noch andere Spieler in Mitleidenschaft zieht. Danach geht es dann chillig weiter. Sprich der Phasenwechsel ist Make or Break bei Lana’thel. Sitzt dieser, ist es die halbe Miete. Eigentlich einfach, wenn man sich 5 Minuten konzentriert.

Also insgesamt nach den sehr guten Seuchenwerken ein weiterer, sehr schöner Wing. Denn auch die Blutroten Hallen sind defintiv kein Freeloot, an dem jeder Random-Raid vorbei kommt. Bleibt zu hoffen, dass der letzte Wing, die Hallen der Frostschwingen, auf ähnlich hohem Niveau weitergeführt werden und schließlich Arthas selbst im Soft-Mode eine harte Nuss darstellst. Immerhin gibt es für den Arthas Kill den Titel Königsmörder aka Kingslayer.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+