Die Roccat Kone – eine Maus im Dauertest – Teil 2 – erste Spieleindrücke

Nachdem ich vor dem Wochenende im Wesentlichen über den Lieferumfang und die mit Augenschein wahrnehmbare Eigenheiten der Roccat Kone beschäftigt habe, wird es nun Zeit für eine Schilderung der ersten Eindrücke aus spielerischer Sicht.

Look and Feel ist ein wichtiger Punkt bei einer Maus. Der Look ist ja recht futuristisch, die Farben sind über die mitgelieferte Software flexibel einstellbar, sowohl hinsichtlich der Farben wie auch der Art des Effekts (dauerhaft oder pulsierend, wobei es hier möglich ist, die Art und Dauer der Intervalle zu ändern). Ich persönlich finde das dauerhafte Licht deutlich angenehmer als das pulsierende, aber ein schön anzuschauender Effekt ist es allemal. Man kann die Farbprofile auch Spielen zuordnen.

Stichwort Zuordnen: die Konfigurationssoftware ist in meinen Augen sehr gut gelungen, alles ist sehr gut nachvollziehbar und quasi selbsterklärend.  Es gibt 5 Tabs für die Bereiche „Main Control“, „Color Control“ (s.o.) , Advanced Settings, Update und Help/Support. Über Main Control kann man die Abtastdichte stufenweise einstellen (das geht aber auch außerhalb des Programms on the Fly via 2er kleiner Buttons hinter dem Mausrad), die Empfindlichkeit, die Button Belegung sowie den Scroll Speed des Mausrads (sehr praktisch, wie ich finde). Schließlich kann man auch die Geschwindigkeit beim Doubleklicken verändern. Alles Funktionen, die einem beim Gaming, aber gegebenenfalls auch beim Surfen und Office Anwendungen erlauben, die Maus auf die eigenen Bedürfnisse zu konfigurieren (und in der Tat ist es ja durchaus eine Option, ein Office Profil zu basteln).

Unter Advanced Settings kann man die Mausbeschleunigung verändern, ebenso die Empfindlichkeit der X und der Y Achse separat steuern. Eine der Besonderheiten der Maus, die Tracking Control Unit, die die Anpassung an neue Untergründe ermöglicht, wird ebenfalls hier aktiviert, damit kann man die Maus auch neu kalibrieren.

Wenn man nun ein Profil anlegt, verknüpft man dieses mit der Exe des entsprechenden Spiels, so dass dieses automatisch geladen wird, wenn man das Spiel startet.

Zur Maus selber: die Maus hat eine relativ stumpfe, gummierte Oberfläche, die aber sehr angenehm in der Hand liegt. In den ersten zwei Tagen gab das Material einen leichten Gummigeruch ab, das hat sich aber mittlerweile gelegt. Leider kann ich bei den arktischen Temperaturen in Deutschland nicht testen, wie sich die Maus anfühlt, wenn man bei sommerlichen Temperaturen mal ein wenig ins Schwitzen gerät. Die Form paßt jedenfalls zu meiner relativ großen Hand sehr gut, ich habe mich sofort wohl gefühlt mit dem Gerät. Menschen mit kleinen Händen sollten auf jeden Fall aber mal die Maus vorher in die Hand nehmen. Die Buttons sind gut erreichbar und machen zumindest auf den ersten Eindruck einen soliden Eindruck. Dies gilt auch für das im Internet häufiger kritisiertem Mausrad – diese Kritik rührt aber nach meinen Recherchen eher von alten Kones der ersten Generation, wo noch ein minderwertiges Teil verbaut wurde. Kleinere Punkte, die für mich gewöhnungsbedürftig sind: zum einen benötigt der Druck aufs Mausrad (aka Mausbutton 3) relativ viel Kraft, zum anderen muss man zum Bedienen des hinteren seitlichen Buttons Nr.5 den Daumen relativ stark anwinkeln, was aber nicht so wild ist. Ich denke, das ist bei hintereinanderliegenden Buttons auch nicht anders lösbar, wenn die Buttons nicht sehr klein werden (was in meinen Augen die schlechtere Lösung wäre).

Was ebenfalls gut gelöst ist, ist die Kabelführung, auch ohne Mousebungee hakt da nichts. Als Fan von kabelgebundener Peripherie ist mir das jedenfalls lieber als der Funkkram. Schaut man dann einmal unter die Maus, fällt ein weiterer Punkt auf, der mir nach der leidvollen Erfahrung mit anderen Produkten gut gefällt: die Gleiter sind großflächig und wirklich sauber befestigt, man muss hier nicht fürchten, bald neue Glider kaufen zu müssen.

Kommen wir zum Thema Mauspad und Maus. Mit dem Roccat Taito Pad bin ich bis dato ebenfalls zufrieden, man hat ein sehr gutes, fließendes Laufgefühl auf dem Pad. Dieses sauberzuhalten ist zwar etwas nervig (auf dem Schwarz sieht man wirklich alles), aber die Performance entschädigt hierfür. Allerdings frage ich mich ernsthaft, wozu man ein derart großes Pad benötigt. Zwar ist der Nager selber sehr groß, aber selbst wenn man die niedrigste Auflösung benutzt, benötigt man nicht die komplette Fläche, auch wenn man wie ich, eine große Auflösung dank 22er Widescreen TFT hat. Naja, wer den Platz hat, den wird das nicht jucken und wer ihn nicht hat, der muss sich eh eine andere Lösung suchen.

Ich habe dann in den letzten Tage relativ viel WoW gespielt, 5 Instanzen, ein wenig PVP und ein 10er Raid. Auch am Ende der Sessions gab es keine Ermüdungserscheinungen, die Maus hat immer sehr präzise funktioniert und der Anschlagpunkt der Buttons ist auch gut. Der Daumen ruht wie selbstverständlich in der Vertiefung und auch den schon erwähnten Button 5 findet man schnell wie von selbst.

Im nächsten Artikel werde ich mir die Macro Funktion der Maus näher anschauen und sie auf anderen Untergründen und in anderen Spielen testen. Bis dahin: stay tuned.

Update: Den dritten Teil des Roccat Kone Tests findet ihr mittlerweile hier.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+