Im Test: Sennheiser PC 350 Professional Gaming Headset – Ersteindruck und Verarbeitung

Da ich lange das Sennheiser PC 150 Headset, was mittlerweile von seinem Nachfolger, dem Sennheiser PC 151, abgelöst wurde, in Benutzung hatte, ist mir Sennheiser als feste Größe und Garant für gute Qualität im Bereich Hifi und Gaming Headsets im Gedächtnis geblieben. Es wird also Zeit, sich einmal das aktuelle Flagschiff der Sennheiser PC Headsets anzusehen: Dass Sennheiser PC 350 Professional Gaming Headset.

Mit einem Marktpreis von 150 Euro ist das Sennheiser High-End Gaming Headset allerdings kein Schnäppchen und spricht daher eher Enthusiasten in der Gaming Szene an, die neben einem hohen Tragekomfort bei langen Gaming-Sessions auch den besten Sound genießen wollen. Ob das Sennheiser PC 350 lediglich ein Blender ist, oder hält was es verspricht, will ich in diesem zweiteiligen Testbericht herausfinden.

Out of the Box
Geliefert wurde mein Sennheiser PC 350 Headset in einer schicken und vor allem sehr stabilen Verpackung, in der das Headset sicher untergebracht war. Bereits beim Öffnen des Kartons gab es einen kleinen „Aha“ Effekt: An allen relevanten Eckpunkten war das Headset sicher durch Gummierungen geschützt und durch Kabelblister fixiert. Das Headsetkabel war dabei gut aufgewickelt und in einem „Kabelfach“ verstaut, ohne das es dabei geknickt wurde. Das beugt Kabelbrüchen ab Werk vor. Bereits bei der Verpackung hatte ich also den Eindruck ein hochwertiges Produkt in den Händen zu halten und nicht etwa ein 0815 Gerät vom Wühltisch Marke Media Markt.

Für alle Zahlenfetischisten und Technikfreaks befinden sich auf der Pakungsrückseite nähere technische Angaben, wie etwa die Impedanz und der Frequenzbereich, zum Headset und Mikrofon. Da der gemeine Gamer allerdings kein Elektrotechnik-Studium absolviert hat, kann man in aller Regel wenig mit diesen Angaben anfangen. Darum soll es in diesem Testbericht aber auch gar nicht gehen. Daher nehme ich diese „Tech-Facts“ einfach als gegeben hin. Wen die Daten dennoch interessieren: In der Galerie ist ein Bild der Verpackungsrückseite, auf der alle Werte abzulesen sind. Worauf es mir viel eher ankommt ist die Verarbeitung, der Tragekomfort, sowie der Klang des Headsets und des Mikrofons.

Der erste Eindruck – Was fällt auf?
Nachdem ich das PC 350 aus der Verpackung befreit hatte, fiel mir eines direkt auf: Das Headset-Kabel ist sehr dick, was es auf dem ersten Blick ein wenig störrisch erscheinen lässt. Im direkten Vergleich zum PC 150 Kabel, hat das Kabel des PC 350 fast den doppelten Durchmesser (siehe Screenshot). Ob dies nun der besseren, gummierten, Isolierung zu verdanken ist, oder aber, ob im Inneren tatsächlich dickere Kabel benutzt werden, kann ich dabei nur vermuten. Dickere Kabel versprechen dabei bessere Leitfähigkeiten, was allgemein zu weniger Reibung, also weniger Qualitätsverlust, führt. Eines ist aber sicher: Bei dem dicken Kabel und der guten Isolierung hat man keine Angst, dass es schnell zu Kabelbrüchen kommt, selbst wenn man mal wieder unachtsam mit dem Bürostuhl drüber rollt, was übrigens die Haupttodesursache meiner übrigen Headsets war.

Am Ende des Kabels befinden sich vergoldete 3,5mm Klinkenstecker, die in jede handelsübliche Soundkarte am PC passen sollten. Das Sennheiser kommt also ganz ohne eigene USB Soundkarte daher, wodurch die Headsetqualität aber immer ein wenig abhängig von eurer im PC verbauten Soundkarte ist. Dafür kommt das Sennheiser allerdings auch gänzlich ohne Treiber aus. Was ebenfalls direkt auffällt: Verwendet Sennheiser bei den „kleineren“ PC 151 bzw. 161 Headsets die offene Bauweise, handelt es sich bei den Ohrmuscheln des PC 350 um geschlossene, also komplett ohrenumschließende, Polster. Das bringt gewisse Vor-, aber auch Nachteile mit sich. Dazu aber später mehr.

In den gut 12cm großen Ohrmuscheln sollten auch die größten Ohren genügend Platz finden, um komplett umschlossen zu werden. Neben große Ohren, darf man beim Sennheiser auch einen großen Kopf haben: Denn auf beiden Seiten lässt sich das Headset um bis zu 5,5cm, in jeweils 0,5cm Schritten, erweitern, womit also insgesamt 12 Stufen für den optimalen Tragekomfort zur Verfügung stehen. Und wenn man das Headset gerade mal nicht braucht, kann man es dank beweglicher Gelenke einfach zusammen klappen. Dabei wirken alle verbauten und verwendeten Teile extrem hochwertig, so dass man keine Angst haben muss, dass Headset zu zerbrechen, wenn man es mal etwas fester in die Hand nimmt. Die „Verschleißteile“ Lederkopfband und Ohrpolster lassen sich bei Bedarf sogar auswechseln, was ich allerdings noch nicht getestet habe. Sprich man muss das Headset nicht gleich entsorgen, wenn die genannten Teile durch monatelange Gaming-Sessions versifft sind.

Ich werde das Headset nun ein paar Tage und Raids ausgiebig testen, um dann im zweiten Teil des Reviews auf den Tragekomfort, die Klang- und Sprachqualität des Sennheiser PC 350 einzugehen. Stay tuned.

Update: Den zweiten Teil des Sennheiser PC 350 Headset Reviews gibt es mittlerweile hier.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+