Eve Online: Wormhole PVP – wenn der Gegner wieder rennt

Am Wochenende war mal wieder eine etwas größere Aktion geplant. Am Donnerstag sammelten wir uns an unserer Basis und flogen dann nach Ostingele, von wo aus es in ein erstes Wormhole ging. Zwei weitere Jumps saßen wir dann in einem Class 6 Wormhole, in dem unsere Franzosen von Guillotine Therapy eine Pos errichtet hatten. Dort sollten wir dann warten und ausloggen. Am nächsten Tag ging dann die Suche nach Zielen los. Aber wie sucht im an im W – Space nach Zielen?

Ganz einfach: man scannt nach Wormholes und springt in die Nachbarsysteme, diese durchsucht man dann, ebenso die Systeme, die an dieses System angrenzen. Wenn man nichts passendes findet (zu viele Gegner, keine Gegner oder zu wenig), dann kollabiert man das Ausgangs WH im eigenen System durch den Einsatz von Capital Ships, Orcas, Frachtern oder ähnlichem und scannt dann nach neu entstehenden WHs. Das funktioniert deswegen so gut, weil jedes W System sogenannte statische Wormholes hat, also Wormholes, die immer wieder von neuem entstehen und in dieselbe Art von System führen. So haben beispielsweise nahezu alle Class 6 WHs einen statischen C5 Ausgang.

Leider waren unsere Scouts am Freitag nicht erfolgreich. Erst Samstag mittag kam die Meldung: Target System spotted. Alle verfügbaren Piloten wurden dann zwei Systeme weitergeführt. Unsere Scouts scannten das komplette System aus und fanden 4 Possen einer polnischen Allianz vor. Nachdem das geschehen war, sprangen wir in das System hinein und errichteten eine Bubble am Eingang. Kurze Zeit später begannen die Franzosen dann, eine neue Staging Pos im System zu errichten, die für uns als Ruheraum dienen sollte.

Nachdem das geschehen war, scannten unsere Scouts nach Ausgängen in den Low oder Nullsec und wurden bald fündig. Auf diese Weise brachten wir per Titanbridge zum Wormhole weitere Dreadnoughts und T3 ins System und machten uns dann daran, alle Possen zu reinforcen. Auch das gelang recht zügig, ohne dass große Gegenwehr zu vermelden war. Leider waren die Timer für uns eher ungünstig und lagen Sonntag nachts und später (Im Endeffekt ein Resultat des verzögerten Starts der OP).

Am Sonntag mittag gab es dann, endlich, ein kleines Geplänkel mit den Bewohnern, in dem wir einige Logistics mehr dabei hatten, der Gegner dafür versuchte, mit zwei Scorpions unser Guardians zu jammen. Ergebnis:

http://www.rooksandkings.com/killboard/?a=kill_related&kll_id=12536

Wie üblich fehlen einige Gegner, da wir keine Verluste erlitten, wir waren mit 5 Guardians am Start. Leider war es dann mit dem organisierten Widerstand. Die Leute von Ash Alliance begannen dann mit einer Orgie an Selbstzerstörungen, die ich noch nie erlebt habe. Gut 500 Schiffe – warum überhaupt so viele im WH waren, weiß kein Mensch – fielen der Aktion zum Opfer, von der T1 Frig bis zum Marauder/Faction BS. Die Carrier verschwanden gecloakt auf Safespots.

Was uns also übrig blieb, waren einige Gangs in Nachbarsystemen und der Abriß der 4 Possen im System, wo uns zumindest in den ersten beiden Towern noch etwas Loot vor die Füße fiel.

Alles in allem sehr schade, das Material, dass der Gegner hatte, hätte locker ausgereicht, um mit uns zu kämpfen, angeblich waren aber nicht genug Piloten online (was zumindest laut unseren Recherchen aber auch Unsinn war, waren doch teilweise 40 Leute von denen online).  Was bleibt, ist ein enormer Sachschaden auf der gegnerischen Seite und kein einziger Verlust bei uns. Aber nicht nur ich hätte wohl für mehr Action auch gerne etwas hergegeben. Was aber bleibt, ist mein ungebrochenes Interesse am WH PvP, das so ganz eigene Charakteristiken aufweist.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+