Cataclysm Beta – ein erster Eindruck – Throne of Tides

Nachdem ich nun einige Stunden in der Beta unterwegs war, will ich mal ein erstes, mit Fotos versehenes Fazit abgeben. Zunächst einmal: es hat sich in der Tat einiges geändert. Das fängt vom Aussehen von OG an, das sich ganz massiv geändert hat und wo man sich in der Tat erstmal umgewöhnen muss. Wenn man dann im Brachland rumfliegt, sieht man natürlich auch die riesige Schlucht, aber auch die sehr grünen Flächen wo neues Leben sprießt.

Technisch gesehen läuft das Spiel sehr rund an sich, man hat natürlich eine höhere Latenz dank des amerikanischen Serverstandorts. Die Server sind aber noch sehr leer (was sich wohl bald ändern wird) und das merkt man angenehm in der Latenz. Ab und zu gibts noch kritische Errors, aber damit muss man man natürlich rechnen. Es gibt auch die unvermeidlichen Platzhalter in Form von Teleportern anstelle von Aufzügen, karierten Kästen anstelle von Mobs usw. Aber naja, Beta halt.

Aber auch vom spielerischen her muss man sich umstellen. Ich bin erstmal mit dem Krieger unterwegs, auch um mit Sleth nachher besser mir die Instanzen und ähnliches anschauen zu können. Das Levelcap liegt grad eh bei 82, es sollte also kein Problem sein, mit mehreren Chars den Spass zu haben. Nach etwas rumreisen bin ich nach Hyal gedüst, um mal mit dem Questen anzufangen. Da erwartet einen, abgesehen von den hochgestellten Personen keine große Überraschung, die Questen im Startbereich sind relativ gewöhnlich. Interessanter wird es, sobald man zu Malfurion Stormrage geschickt wird. Zum einen ist einer der Questgeber ein fliegender Drache (den man erst mal suchen muss) zum anderen begegnet einem der gute Baron Geddon wieder und zwar an einem Ort namens Archimondes Rache. In diesem Krater beglückt uns der gute Geddon mit seiner wohlbekannten Aura, aber auch mit seiner Bombe. Mehr will ich nicht verraten, aber einen Screenshot mitliefern:

Bevor ich aber großartig weiterquesten konnte, kam der erste Instanzinvite, in den Throne of the Tides: Abyssal Maw. Ums vorweg zu nehmen: wie ich finde sehr gelungen, auch wenn wir den letzten Event nicht geschafft haben und dann aus der Ini flogen (Beta Server halt). Jedenfalls ist das ganze Theme der Instanz sehr ansprechend und stimmungsvoll, auch die Balance Trash/Bosse paßt.

In der Instanz gibt es insgesamt 4 Bosse, dazu eine gesunde Menge an variantenreichen Trash, der beim ersten Pull schonmal Überraschungen beschert. Ich denke auch, dass schwächer ausgerüstete (Level-) Gruppen hier in der Tat wieder auf CC zurückgreifen werden müssen, gibt es doch teilweise größere Humanoiden Gruppen mit bis zu 3 Heilern. Teile der Instanz sind auch noch nicht fertig, es gibt beispielsweise lustige Absperrgitter und Teleport Goblins dort. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch.

Achtung: SPOILER – wer die Instanz selber erkunden will, sollte hier aufhören zu lesen 🙂

Boss Nummer eins ist Lady Naz’jar. Bevor man zu ihr kommt, gibts ein kleines Gauntlet, mit einer der besagten 3 Heilergruppen. Wir haben uns hier sehr lange aufgehalten, weil die Heiler nicht gut unterbrochen wurden. Immerhin, der Schaden der Gruppe hielt sich in Grenzen. Der Boss selber ist dann relativ simpel, ab und an jagt er einen Wasserstrahl (?) aus dem Boden an der Stelle, wo eines der Gruppenmitglieder steht, dem man aber ausweichen kann. Außerdem wird er zweimal immun gegen Angriffe, in der Zeit spawnen 2-3 Castermobs und ein Melee, grad letzteren muss der Tank einsammeln.

Hat man die Lady erlegt, wird man auf dem Rückweg von einem Faceless One names Commander Ulthok angegriffen (ähnlich dem Endboss in Ahn Kahet). Der hat auch einige lustige Fähigkeiten, mit denen er Spieler an sich zieht und zerquestsch, da muss der Heiler am Ball bleiben. Auch der Mob droppt ein blaues Item. Hat man das geschafft, geht es in den nächsten Flügel, wo nach weiteren Trashmobs (unter anderem Faceless Ones mit lustigen Fähigkeiten) Erunak Stonespeaker auf einen wartet. Erunak ist ein Draenai mit einer komischen Kopfbedeckung, deren Eigenarten im Laufe des Kampfes die entscheidende Rolle spielen. Bis 50 % ist es ein normaler Tank and Spank Kampf, der Mob muss von der Gruppe weggedreht werden wegen eines frontalen Feueraoes, ansonsten ist er relativ entspannt. Ab 50 % verliert er seinen Helm und wird freundlich. Nun kommt der lustige Teil: der Helm macht sich selbstständig und jagt einem Spieler hinterher. Nach einer gewissen Zeit (oder einer anderen Bedingung, genau weiß ich das nicht) übernimmt er einen der Spieler, die Übernahme dauert fast eine Minute oder bis der Spieler (der nun deutlich mehr HP hat) auf unter 50 % genuket wird. Das Spiel wiederholt sich mehrfach und kann teilweise zu sehr komischen Aktionen führen. Lustiger Kampf jedenfalls.

Der letzte Flügel ist dann voller korrumpierter Wasserelementare, am Ende wartet dann Neptulon himself auf einen. Diesen muss man dann gegen Horden von Murlocs und Faceless Ones verteidigen, was wir, wie gesagt, nicht geschafft haben. Ich denke, hier muss man, wenn man keinen Guide hat, mal etwas rumprobieren. Denn ohne nachzudenken alles wegzunuken und zu tanken geht hier definitiv nicht.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+