Eve Online: Alles in Deckung, Noob FC am Werk

Gestern startete Operation Leeroy, ins Leben gerufen von meiner Wenigkeit. Worum ging es? Im Endeffekt darum, dass bei uns die kleinen Gangs etwas zu kurz kamen. Wenn nicht grad T3/Guardian Ops am Start waren, dann passierte PVP mäßig allenfalls etwas, wenn ein schneller Gank abzugreifen war. Ansonsten wurde ISK gescheffelt, einige Leute sind auch solo auf die Jagd gegangen.

Wie so oft ist es auch in Eve so, dass viele Bock hätten, aber keiner wirklich die Initiative ergreift. Und da ich ein schlechter Beamtenmikadospieler bin, kam dann irgendwann von mir der Vorschlag, doch mal nen paar Shieldgangs auf Corpebene zu starten. Das hat einerseits den Vorteil, dass die Gang überschaubar bleibt, andererseits tut es auch in einer Ally wie bei uns mal ganz gut, wenn man auch was corpintern macht (andere wie Keen oder Excellence haben da eine deutlich stärke Tradition als TSW und vor allem Melee).

Gesagt getan, Formup war um 1930 Evetime, Rooks and Kings typisch ging es aber mit Verspätung los – die ich allerdings mitverschuldet habe, weil ich noch mit Seliah und Christer ein paar BS in Syndicate gejagt habe – rauskam ein Domikill und der Abschuss einer Flycatcher mit mehr als akuter Todessehnsucht (merke: direkt auf ein BS in die Optimalrange zu burnen ist NICHT gesund).

Nach einigem hin und her ging es dann los. Wir sammelten noch Sivona in Covryn auf und zogen dann in Richtung Ostingele. Leider war die Uninvited Gang schon abgedampft und nicht mehr auffindbar. Ich beschloss daher, zügig weiter Richtung Tama mitten im Factional Warfare Gebiete zu düsen. In der Ecke und Richtung Old Man Star hausen ziemlich viele FW Corps, die Gangs von unterschiedlichster Größe und Komposition fielden können. Mit unseren paar Battlecruisern, einer Falcon, einer Broadsword, einer Assault Frig und zwei Phantasms würden wir eigentlich ein gutes Ziel darstellen, auch wenn wir drei, später nur noch zwei Basilisks als Support dabei hatten. Unterwegs konnten wir zwei Battlecruiser Ganks abstauben und hatten dann das Pech, eine Cruiser/Frig Gang ausgerechnet an einem Regional Gate mit entsprechend riesigem Radius zu erwischen. Tacklen war da mehr Glücksache und so fischten wir nur eine Iteron aus dem Gezerge.

Weiter ging es dann Richtung Tama. Am Tama Gate in Kedama warteten wir dann, während Scout Nr. 1 (der auf immer ungenannt bleiben wird) im System rumstöberte. Was er so fand, war mäßig interessant, ein paar Drakes hier und da, nichts spannendes. Aber irgendwie waren mir die Infos etwas spärlich. Ich beschloss das Gate zu jumpen – genau im richtigen Moment!

Denn mir blieb erstmal die Pumpe stehen und im Geiste schrieb ich meine Harbi schon als Versicherungsfall ab. Am Gate standen stattliche 15 BS, knapp 10 BCs und ein wenig Kleinkram. Mehr als genug, um unsere Gang gemütlichst aufzurauchen. Während ich das reportete, rief Gunny im Voice sofort die Scatter Order aus, also auf Range gehen und abhauen. In diesem Moment jumpt die Gang. Eine unsere Basi crossjumpte den Zerg (der Mann hatte entweder Eier oder war dusselig). Der Rest kam rechtzeitig auf Range und konnte sogar eine vorwitzige Drake abschießen. Danach versammelten sich alle bis auf meine Wenigkeit, unser Scout und unsere Basi, die in Tama dockte, auf einem Save. Nachdem sich die Gegner dann erstmal verkrümelten, führte ich die Gang wieder zusammen und wir campten weiter fröhlich das Gate als wäre nichts gewesen.

Wir hatten vorher schon eine Bi Polar Bears Hac Gang gescoutet, die waren aber nicht zu uns gekommen. Nachdem die zunächst verschwunden waren, tauchten sie wieder im Local aus. Zusammensetzung war eine Vaga, eine Lachesis, eine Falcon, 3 Zealots und eine Stabber Fleet Issue. Nach einigem hin und her warpten diese auf 60 km herein. Nah genug, dass wir mit unserer Closerange Bewaffnung ranheizen und tacklen konnten. Beide Recons platzten, dann kam der dicke Local Spike und wir mußten wieder rennen. Es raffte dabei unsere Jaguar dahin, aber dem Rest gelang es, die Beine abermals in die Hand zu nehmen und auf Safespots zu flüchten. Dieses Mal meinten es unsere Gegner ernster und versuchten uns den Weg zu verlegen. Doch dank der Tatsache, dass von Tama einige Wege nach Placid führen, gelang es uns nach einem kurzen Blick auf die Karte den Blob zu entwischen und dann, nach einem relativ langen Roam mit nur einem Verlust in Vestouve zu docken. Insgesamt ein gutes Debut vom Papier her, in der Praxis muss ich als FC aber noch deutlich zulegen, wenn das alles Hand und Fuss haben soll. Insofern war es gut, mit erfahrenen Leuten unterwegs zu sein, die teilweise auch so einfach wissen, was getan werden muss.

Fakt ist aber auch, dass die Aktion so gut ankam, dass daraus wohl nun eine regelmäßige Kiste wird. Mal schauen, was da noch geht 🙂 Smallscale lebt jedenfalls wieder bei uns 😛

Der folgende Killboard Link gibt das Geschehen natürlich nur unvollständig wieder. Die Cormorant war ein Gank zwischendurch und die Drake gehörte natürlich genauso wenig zu Bi Polar Hac Gang wie die Geddon.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+