Everquest geht in die nächste Runde – Everquest 3 angekündigt.

Die spannende Frage dabei: schafft SOE nochmal das Comeback oder bleibt man in der Nische, die man nun mit EQ 2 mehr schlecht als recht bezogen hat. Ich muss ja selber zugeben, nie EQ in irgendeiner Form gespielt zu haben. EQ 1 scheiterte am Gammelrechner, den ich damals mein Eigen nannte, EQ2 dann daran, dass zu diesem Zeitpunkt ich mit WoW und Co recht zufrieden war.

Interessant finde ich nebenbei auch die Aussage, dass man weiterhin EQ1 und EQ 2 betreuen wolle. Bedenkt man, dass gerade das 17. Addon für EQ 1 angekündigt wurde (House of Thule) ist das eigentlich nicht verwunderlich, denn wenn sich der Kram nicht vernünftig verkaufen ließe, hätte man sicherlich längst den aktiven Support eingestellt. Was schließen wir also daraus? Mit einer kleineren Crew lassen sich einmal laufende MMOs recht gut am Leben halten, wenn man bereit ist, die technische Entwicklung auf ein Minimum zu reduzieren. Andererseits wird EQ2 gerade in ein F2P umgewandelt. Immerhin scheint EQ in Amerika immer noch ganz gut zu laufen, grad wenn man sich die Bilder von dem SOE Fanfaire anschaut.

Ich glaube ehrlich gesagt, dass das ein Grund dafür sein wird, warum das Abomodell eben nicht, wie von vielen prophezeit, tot ist, sondern weiterhin sein Leben fristen wird. De facto wird es auf lange Sicht eben sehr viele evolutionäre Stufen geben vom werbefinanzierten F2P über mischfinanzierte Systeme mit Itemshop oder DLC (was ja nochmal zwei ganz unterschiedliche Schuhe sind).

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+