Headset Review: Das Roccat Kave 5.1 Surround Sound Gaming Headset im Test

Mit dem Roccat Kave, vom Hamburger Gaming Hardware Hersteller Roccat, liegt uns nun das zweite 5.1 Surround Sound Headset für ein detailliertes Review vor. Roccat sollte den meisten durch die beliebte Gaming Maus Roccat Kone bekannt sein, die in diesem Jahr durch die Roccat Kone + eine Neuauflage und Überarbeitung erfahren hat. Erste Eindrücke der Roccat Kone + konnten wir bereits auf der GamesCom sammeln und wir können versichern: Die Kone + macht einen sehr guten ersten Eindruck. Aber zurück zum Roccat Kave:

Requirements
Beim vorliegenden Headset handelt es sich um ein Klinkenstecker-Headset ohne integrierte USB Soundkarte. Es wird also eine 5.1 fähige Soundkarte in eurem PC vorrausgesetzt, die vier freie 3,5mm Klinkenstecker (Front, Rear, Sub, Mic) zur Verfügung stellt. Sicherlich könnt Ihr das Headset auch im Stereo Betrieb benutzen, aber das sehe ich als Verschwendung an. Ebenso wird ein freier USB Port (500mA High Power) für die Stromversorgung des Mics und des integrierten Equalizers benötigt. Da keine Soundkarte mit an Bord ist, werden auch keine Treiber für das Roccat Kave benötigt. Also einfach die Stecker verbinden, Soundkarte von Stereo auf 5.1 Sound umstellen und los geht’s. Die technischen Daten zu Impedanz und Frequenzbereich könnt Ihr den Screenshots der Packung entnehmen, damit will ich hier im Bericht niemanden langweilen. Am Markt wechselt das Roccat Kave derzeit für rund 80 Euro den Besitzer.

Unboxing
Geliefert wird das Roccat Kave in einer großen, schwarzen Hochglanzverpackung, in der das Headset sicher fixiert untergebracht ist. Transportschäden braucht man also nicht zu erwarten, selbst wenn der Postbote mal wieder etwas unvorsichtig mit der Ware umgegangen ist. Neben dem eigentlichen Headset befindet sich nur noch eine CD mit in der Verpackung, auf der allerdings keine Treiber enthalten sind. Hier findet man lediglich das Handbuch und ein Video zum 5.1 Surround Sound Test vor. Die Klinkenstecker sind zum Schutz mit Plastik-Kappen versehen, allerdings zur besseren Leitfähigkeit nicht wie üblich vergoldet bzw. verkupfert. Hat man das Headset endlich aus der Verpackung befreit, fällt einem direkt das Gewicht des Roccat Kave auf: Es ist verdammt schwer.

Was fällt auf? – Der erste Eindruck
Diesen ersten Eindruck bestätigt auch die digitale Waage: Stattliche 442 Gramm bringt das Roccat Kave auf die Matte, was es somit zum schwersten Headset unserer bisherigen Testkandidaten macht. Ob sich dieses Gewicht negativ beim Tragekomfort bemerkbar macht? Dies werden wir später herausfinden. Doch warum ist das Roccat Kave so schwer? Schaut man sich das Headset nun etwas genauer an, fällt sofort auf, dass es sehr massiv verarbeitet wurde. Dies fängt allein schon bei den grossen, ohrenumschließenden Ohrpolstern an: Mit 6,5cm Innen- und 10cm Außendurchmesser bieten die „Leder like“ Ohrmuscheln genügend Platz, um die Ohren komplett unter den Polstern verschwinden zu lassen. Lästiges Drücken am Ohr ist also nicht zu erwarten, Entwarnung für alle Brillenträger! Zur flexiblen Anpassung an jede Kopfgrösse lässt sich das Kopfband, ebenfalls in „Leder like“ gehalten, in 10 Stufen bis zu 5,5cm auf jeder Seite erweitern. Das Mikrofon ist komplett dreh-, schwenk- und knickbar und bei Bedarf, etwa wenn das Kave transportiert werden muss, sogar komplett abnehmbar. Apropos Transport: Eigens für diesen Zweck lassen sich auch die Ohrmuscheln komplett einklappen, was die Größe des Kaves auf eine feine Taschengröße reduziert. Das macht den Transport des Kaves von Lanparty zu Lanparty im Rucksack deutlich einfacher.

Setzt man das Headset nun einmal auf, ist man im ersten Moment sichtlich irrtiert: Denn wie Sie hören, hören Sie nichts. Roccat hat sich beim Kave für die geschlossene Bauweise entschieden und legt mit den speziellen Ohrmuscheln zur Außengeräuschdämpfung noch eins oben drauf: Man hört von der Umweld wirklich fast nichts mehr, was gerade auf lauten Lan-Partys sehr von Vorteil sein kann, wenn man sich hermetisch von seinen Gegnern abschirmt, um sich so auf sein eigens Spiel konzentrieren zu können. In wie weit sich dieser Schachzug auf die Klangqualität des Kaves niederschlägt werden wir ebenso im weiteren Verlauf besprechen.

Was noch direkt in Auge sticht ist die Tip`n`Control Kabelfernbedienung des Roccat Kave. Neben der Gesamtlautstärke und der Mute-Taste fürs Mic befindet sich unter der Abdeckung noch eine Lautstärkenregelung für jeden einzelnen Kanal separat. Hier können also Center, Front, Rears und Subwoofer nach eigenem Geschmack, unabhängig von der Gesamtlautstärke, angepasst werden. Ebenso kann hier zwischen den Modi Game und Movie gewechselt werden. Welche Unterschiede diese beiden Varianten bieten, werden wir auch testen.

Coming Soon
Kein Leichtgewicht, eine geschlossene Bauweise mit starker Außengeräuschsdämpfung und eine interessante Kabelfernbedienung stechen beim Roccat Kave direkt ins Auge. Doch wie wirken sich diese Faktoren auf den Tragekomfort und die Klangqualität aus? Wer werden das Headset nun ausgiebig bei Gaming-Sessions testen und unsere Erfahrungen im zweiten Teil des Roccat Kave Reviews schildern. Stay tuned.

Update: Den zweiten Teil vom Roccat Kave Test findet ihr mittlerweile hier.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+