Die Roccat Kone [+] im Test – ein erster Eindruck

Heute ist bei mir das Testmuster der Roccat Kone [+] eingegangen. Die Kone [+] ist, wie schon der Name sagt, der Name der Roccat Kone, die wir vor einiger Zeit bereits getestet hatten. Die alte Kone hatte uns schon in vielen Punkten überzeugt, allerdings gab es einige kleine Schönheitsfehler, die im Langzeitgebrauch auftraten: so war die Gewichtshalterung irgendwann etwas ausgeleiert, so dass die schweren Gewichte dazu neigten, sich aus dieser zu lösen, außerdem gab es kleinere Probleme beim Einsatz der rechten Maustaste, die teilweise beim Klicken auch die mittlere Taste auslöste. Beides waren für mich aber keine Gründe, die Maus vom Schreibtisch zu verbannen, im Gegenteil, sie ist nach wie vor eine meiner ganz klaren Empfehlungen, was Gamingmäuse angeht. Vor diesem Hintergrund war ich natürlich besonders gespannt auf die Neuauflage. Auf der Gamescom hatte man uns versichert, dass diese Fehler mit der Neuauflage kein Thema mehr seien würden.

Der erste Eindruck bestätigt unsere Impressionen von der Gamescom: Die Kone [+] ist eine Evolution ihrer Vorgängerin. Bereits die Verpackung ist, Roccat-typisch, wie die alte in schwarz und blauem Besatz gehalten. Packt man dann die Maus aus, dann fällt sofort auf, das die mittlere Tastenleiste ebenso überarbeitet wurde wie die Oberschale, die nun nicht mehr zweigeteilt ist. Außerdem wurde das leuchtende Logo durch ein größeres direkt auf der Schale aufgeprägtes ersetzt.

Packt man dann die Maus aus, stellt man fest, dass die Form exakt gleich geblieben ist, was ich sehr begrüße. Auch Haptik der Oberfläche ist fast gleich geblieben. Es ist also nach wie vor kein richtig glattes Material, das verarbeitet wurde, sondern etwas aufgerauht, was gerade im Sommer sehr angenehm ist. Dreht man die Maus dann um, stellt man fest, dass auch die Glider etwas umdesignt wurden (auch wenn das aus meiner Sicht nicht notwendig war, die Glider meiner alten Kone sind immer noch in einem Top Zustand)) und was viel wichtiger ist: der Sensor und das Gewichtefach wurden überarbeitet. Beim Sensor ist es nun so, dass es nicht mehr einen zweiten Sensor zum Kalibieren gibt, das erledigt nun ein einzelner Sensor.

Bei den Gewichten hat man sich nun für eine komplett andere Konstruktion entscheiden. Anstatt die Gewichte direkt einrasten zu lassen gibt es nun einen Fach mit Drehverschluss. Dieser liegt an exakt derselben Stelle wie das alte Klickverschluss Fach. Öffnet man diesen Drehverschluss, findet man eine Öffnung mit vier Löchern, in die die neuen Gewichte a 5 G reinpassen. Man kann also das Mausgewicht wie gehabt um 20 G variieren. Das Ganze gefällt mir sehr gut, denn mir fällt so aus meiner allgemeinen Lebenserfahrung kein Grund ein, warum diese Mechanik jemals abnutzen sollte. Allenfalls kann passieren, dass der Verschluss ausleiert, wenn man permanent dran rumfummelt, nur wer tut das?

Was hat sich noch verändert? Das Mausrad ist etwas größer geworden und nun profiliert, die kleinen Tasten zur Verstellung der Auflösung sind ebenfalls gewachsen. Außerdem habe ich, ohne es messen zu können, den Eindruck, dass man das Kabel etwas verstärkt hat.. Jedenfalls hat man aber die Verstärkung des Kabels am Übergang zur Maus etwas verlängert, das wie Kabelführung vereinfacht.

Der weitere Lieferumfang besteht aus dem Fach für die Gewichte, das deutlich kleiner geworden ist, einer Schnellinstallationsanleitung und einer Treiber CD, auf der sich Treiber, Handbuch, Readme und einige Gadgets wie Trailer, Wallpaper und Produktkataloge befinden.

Weiterhin ist wieder eine Roccat Club Karte dabei. Die sollte man gut aufbewahren, denn Mitgliedern gewährt Roccat teilweise saftige Rabatte auf Einkäufe direkt beim Hersteller (u.a. 12 Euro beim Kauf der Kone [+]). Insofern hat dieses Gadget, mit dem ich beim letzten Test noch wenig anfangen konnte, mittlerweile einen echten Nutzen.

Nächste Woche gibt es dann einen ersten Einblick in die Installation und den Funktionsumfang der Kone [+].

Update: Den zweiten Teil des Roccat Kone + Tests findet ihr mittlerweile hier.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+