Der Creative Zen Style 100 Player – ein kurzes Review

Vor einigen Wochen habe ich mir für meine Outdooraktivitäten doch wieder einen MP3 Player gekauft, nachdem ich meinen alten irgendwie zerlegt habe. Meine Recherchen zu dem Thema waren leider nicht so mega ertragreich und viele Tests sind auch widersprüchlich.

Für Leute, die heute bereits mit einem modernen Handy unterwegs sind, ist das Thema natürlich bis zu einem gewissen Grad egal. Da ich jedoch in solchen Dingen bis dato immer eine minimalistische Lösung bevorzugt habe (mein Handy muss weder Eier legen noch die drei Dialekte von Timbuktu übersetzen können), fiel also die Lösung Handy für mich flach. Gleichermaßen war relativ schnell klar, dass ein Gerät von Apple aus Preisgründen nicht in Frage kommt – denn aus meiner Sicht kassiert Apple für denselben Funktionsumfang nahezu das Doppelte, was die Konkurrenz nimmt – logisch, denn Marketing kostet halt. Abseits von Apple ist der Markt aber sehr schwer zu überschauen, vielfach sind die Geräte Tausendsassa, die nicht nur MP3s abspielen, sondern auch Bilder und Filme darstellen können.

Meine Wahl fiel nach einigem Hin und Her auf den Zen Style 100 in der 4 GB Version. Die Tests, die ich gelesen hatte, variierten von gutes Preisleistungs Verhältnis bis hin zu eher negativen Kritiken. Einer der Hauptpunkte war hier, dass das Gerät zu leise sei. Exakt dies kann ich nicht bestätigen. Im Normalbetrieb läuft das Ding bei mir auf mittlerer Stufe, an einer belebten 4 spurigen Hauptstraße muss ich es dann etwas hochregeln. Die Bedienbarkeit des Geräts ist ebenfalls absolut ok, auch wenn die Buttons etwas klein sind und selbsterklärend. Darüberhinaus hat das Gerät ein eingebautes Mikrofon und einen Organizer. Videos möchte ich mir nicht unbedingt auf dem kleinen Display anschauen, aber das ist ja ein Problem, das viele dieser Geräte haben. Ist das Display größer, leidet die Handlichkeit.

Denn den Zenplayer kann man in wirklich jeder Hosen- und Jackentasche verstauen, er ist leicht und und sehr flach. Die Verarbeitung macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Nicht ganz so hochwertig sind die beigelegten In Ear Kopfhörer, aber das ist bei einem Gerätepreis von knapp 35 Euro zu erwarten. Im Prinzip muss man mehr oder minder damit rechnen, dass man für perfekten Audiogenuss bei einem Player ohnehin nochmal neue Kopfhörer kaufen muss – für den Alltagsgebrauch, bei dem man nicht konzentriert auf jeden Ton hört, ist die mitglieferte Ausrüstung jedoch absolut in Ordnung.

Standard in diesem Segment sind auch die Optionen zum Anlegen von Playlists, Presets für Equalizer und erweiterte Audioeinstellungen.

Alles in Allem war das Gerät, sofern es mir nicht in den nächsten Wochen um die Ohren fliegt, ein guter Kauf. Es ist sicherlich kein Highend Gerät, aber das Preis – Leistungsverhältnis braucht sich vor den Wettbewerbern nicht verstecken. Wer mehr Speicher möchte, kann auch auf eine 8 oder 16 GB Version zurückgreifen.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+