Magicka – der Spass für Zwischendurch

Ein Spiel, dass wohl eher als Geheimtip zu bezeichnen ist, ist Magicka. Erst kürzlich veröffentlicht erfreut es sich dennoch einiger Beliebtheit. Doch was ist Magicka? Im Endeffekt im weitesten Sinne ein Diablo Clone, der unter anderem auch einen Coop Modus bereithält. Allerdings hat der seine Tücken und genau daraus bezieht das Spiel einen seiner Reize: es gibt friendly Fire. Wer also einfach lustig losbombt, wird vor allem erst einmal seine Kameraden ins Jenseits jagen. Das wird durch das Magiesystem vom Magicka noch begünstigt. Denn die Zauber werden hier durch eine beliebige Kombination aus verschiedenen Elementen gebastelt. Beispiele hierfür sind Wasser, Feuer, Erde, Frost, Leben und Lightning. Wenn man aber Lightning und Wasser kombiniert, kann man sich und seine Kameraden damit lustig selber rösten. Jedes Element hat dazu eine bestimmte Erscheinungsform. Arkan ist ein Strahl, Feuer ein Spray, Erde ein Geschoss. Wer also einen Feuerball zaubern will, muss Feuer und Erde kombinieren.

Außerdem kann man Zauber länger durchlaufen / kanalisieren lassen. Das sorgt für ordentlich bumm, dummerweise muss man aber stehen bleiben. Kreuzen sich zwei Strahlen, kann es ebenfalls ordentlich bumm machen. Eine andere Option ist es, den Zauber per Shift als Flächenzauber auf sich selber zu zaubern.

Außerdem gibt es noch Magicka. Ordnet man Elemente in einer bestimmten Reihenfolge an und drückt dann Space, bekommt man neue Effekte. Ein gutes Beispiel ist hierfür die Sequenz Lightning, Arcane, Feuer (in dieser Reihenfolge), die einen Haste Zauber auslöst, wenn man auf Space hämmert.

Alles in allem hat man also ein sehr komplexes Magiesystem, dazu einen unheimlich coolen Humor, weil in dem Spiel so ziemlich alles aus dem Genre auf den Arm genommen wird. Normalerweise ist das alles noch kein Grund zum Kaufen, aber für 10 Euro ist das Spiel, wenn man es etwa über Steam kauft, wirklich ein Schnäppchen, dass sich jeder einmal gönnen sollte. Ganz nebenbei legt das Spiel für die großen Titel eine ziemlich hohe Hürde auf, was Komplexität eines Magiesystems in einem Hack and Slay angeht.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+