World of Tanks – der schnelle Spass für Zwischendurch

Manchmal benötigt man ein wenig Abwechslung. Und manchmal will man nicht so viel Zeit am Stück investieren, um sich kurz zu vergnügen. Das ist in Eve und eigentlich auch in WoW nicht immer so einfach. Bei World of Tanks hingegen, dem Spiel, wo ich die letzten Tage zwischen meinen ganzen Verpflichtungen ab und zu mal reinschaue, ist das kein Problem. Aber fangen wir von vorne an, was ist eigentlich World of Tanks. Bei World of Tanks handelt es sich um ein Free to play MMO eines russischen Entwicklerstudios. In Russland ist es schon seit letztem Herbst released, international lief die Beta weiter. Seit neuestem sind auch die internationalen Server auf Releasestatus gesetzt.

Ich wollte eigentlich damals schon in die Beta reinschnuppern, hab das aber irgendwie verpeilt. Neulich meinte ein Bekannter aber zu mir, eine kleiner Gruppe, die ich kennen würde, würde das Spiel momentan spielen, ob ich nicht Lust auf eine gelegentliche lockere Runde haben würde. Das war ein guter Anlass, es dochmal zu versuchen.

Was muss man also tun, um WoT zu spielen? Registrieren (ohne Angabe von persönlichen Daten, die Email reicht), Client laden (1,8 Gigs) und installieren. Das wars dann schon. Natürlich muss man manche Optionen bezahlen, etwa wenn man in der Lage sein will, Platoons aufzumachen (also als Gruppe anzumelden). Außerdem kann man nur mit Geld, dass dann in Goldcredits umgewandelt wird, bestimmte Bonuspanzer freischalten. Notwendig ist das alles aber nicht oder nur sehr begrenzt. Spielt man mit einer größeren Gruppe, genügt ein Premium Account, um als Platoon anmelden zu können.

Man meldet sich also an, loggt ein und legt los. Dummerweise hat man anfangs nur die Auswahl zwischen drei absoluten Anfängertanks, die nix aushalten, sehr lahmarschig sind und natürlich auch eine Erbsenpistole anstelle einer Kanone haben. Dafür verbrauchen die Teile aber auch keine kostenpflichtige Munition und die Reparatur ist kostenlos. Im Laufe der Zeit kann man die gewonnene Erfahrung einsetzen, um Teile wie Motor, Ketten, Turm oder Kanone zu erforschen, die Aufwertungen muss man sich dann aber auch noch kaufen können – wer also zu oft krepiert, muss länger farmen. Das gleiche Prinzip gilt auch bei den Tanks, wer ein Upgrade will, muss es erforschen. Dabei gibt es drei Hauptschienen bei jeder Fraktion, Tanks, Tankdestroyer (zu deutsch: Jagdpanzer) und SPG aka Self Propelled Guns (Panzerhaubitzen). Man kann jederzeit zwischen den Fraktionen wechseln, auch auf dem Schlachtfeld steht der deutsche Tiger schonmal auf derselben Seite wie der T34 oder der Pershing der Amis. Nur muss man jede Fraktion getrennt hochgrinden, was dem Bäumchenwechseldich ein wenig Einhalt gebietet.

Hat man seinen Tank und seine Besatzung – auch die kann man trainieren und pimpen – fertig, geht es los. Das Ganze ist dann im Spiel eine Mischung aus Battleground und Shooter, anders kann ich das eigentlich nicht beschreiben. Gewinnen kann man jede Map durch das Capturen der gegnerischen Basis, was dadurch geschieht, dass mindestens eine Einheit sich im Capture Kreis befindet oder durch das Auslöschen aller Gegner. Beides kommt vor, noch nicht erlebt hingegen habe ich, dass das Zeitlimit von 15 Minuten abläuft. Die meisten Kämpfe sind nach 5-10 Minuten ausgekaspert.

Jedenfalls ist es sehr witzig zwischendurch. Ob es Langzeitmotivation bereithält, werden wir sehen. Aber da man ja nichts bezahlt, kann man sich den Spass auf jeden Fall mal anschauen.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+