Eve Online – Micropayments und die Auswirkungen auf die Plexpreise

Bereits neulich hatte ich ja über die Micropayments geschrieben und berichtet, dass die Spekulanten die Preise für Plexe und GTCs beackern würden. Hatte ich damit gerechnet/gehofft, dass die Spekulationsblase bald wieder kollabieren würde, hatte ich mich jedenfalls ordentlich vertan. Tatsächlich pendelt sich der Plex Markt scheinbar auf 410-420 Millionen ISK für den 30 Tage Plex ein. Die 60 Tage GTCs, die naturgemäß etwas träger reagieren, weil sie nicht als Spekulationsobjekt taugen, ziehen nun auch in den Bereich von 750 – 780 Millionen an.

Woran liegt das? Sicherlich daran, dass momentan der Markt von Spekulanten kontrolliert wird. Die GTCs wandern natürlich mit, denn wenn die Differenz zu groß wird, wird der Anreiz zum Vermeiden der Plexe zu groß, als dass der Markt dann noch stabil bleibt. Dabei ist interessant zu sehen, wie leicht die psychologisch relevante Marke von 400 Millionen genommen wurde. Darüber wie es weitergeht, gibt es auch keine Einigkeit. Einige, mit denen ich gesprochen habe, sind der Ansicht, dass die Preise am Ende des Sommers wieder absacken werden, andere sind der Ansicht, dass dank der Microtransactions die Preise auf dem hohen Niveau bleiben werden.

Insofern muss ich wirklich überlegen, wo meine persönliche Schmerzgrenze liegt. Drei Accounts a 400 Millionen könnte ich sicherlich monatlich finanzieren. Aber will ich das wirklich? Denkbar wäre es wirklich, einen Account abzubauen, einmalig zwei Plexe in einen Transfer zu investieren und auf das Skillen eines Alts zu verzichten. Insofern bleibt dann abzuwarten, inwiefern die Microtransactions nicht doch unliebsame Nebenwirkungen haben werden.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+