World of Tanks – Custom Skins – Trefferzonen erkennen leicht gemacht

Addons und Mods sind ja eine Sache, die von jedem Spiel anders gehandhabt werden. Eve erlaubt nur Applikationen, die die API auslesen, ansonsten gibt es praktisch kaum Spielhilfen. Wow wiederum stellt mit der LUA Schnittstelle ein sehr umfassendes Angebot für Addonschreiber zur Verfügung, verbietet aber jeglichen Eingriff in die Gamefiles. Dazu gehören beispielsweise auch die dennoch in bestimmten Kreisen genutzten Modelchange Hacks, die es ermöglichen, ohne einen Rassenwechsel durchzuführen mit einem anderen Playerskin spielen.

In World of Tanks hingegen gibt es meines Wissens zwar keine Addons aber jede Menge Custom Player Skins. Die lädt man sich einfach herunter und ersetzt damit die den bestehenden Ordner, in dem sich die Skins befinden (den backupt man natürlich vorher!). Die meisten Skins sind einfach neue Tarnmuster, die den damaligen Anstrichen entsprechen. Wer also nicht mehr mit Wehrmachtgrau durch die Gegend schleichen will sondern in frühen Varianten des Flecktarns, der kann das tun. Allerdings: da man nur den lokalen Client moddet, nützt einem ein gutes Tarnmuster nicht wirklich. Im Gegenteil, der Gegner wird dadurch auch schwerer sichtbar. Insofern ist das eher was für Roleplayer (wenn man das in dem Kontext so nennen darf) und WWII Enthusiasten. Viel Relevanter sind jedoch Mods, die die weichen Zonen an Tanks anzeigen. Bevor jetzt jemand „Cheat“ schreit – ja, es ist definitiv ein Vorteil, den man erringt, allerdings einer, der von Wargaming.net ausdrücklich geduldet und gefördert wird. Richtig bringen tut es natürlich nur etwas im Nahkampf, wenn man die Silhouette auf 600 Metern sieht, kann man nur raten, wo die Flecken sind, die die empfindlichen Zonen anzeigen. Selbst wenn man den Mod nur kurz läd, hilft er schon enorm, denn die Trefferzonen sind leider nicht wirklich weit verbreitet im Netz. Man müßte also gezielt danach suchen und so ist es einfacher, sich ein solches Skin Paket draufzupacken und selber zu schauen. Die Pakete sind allerdings nicht alle komplett, vor allem die kleineren Tanks werden oft nicht bearbeitet, weil sie eh nur eine Durchgangsstation für die meisten Spieler sind. Aber wie sieht das Ganze aus?

Ein erstes Beispiel sind die Black and White Skins von Legamir. Die stellen noch ein relativ moderates Modding dar und sind unter diesem Link abrufbar.

Die schwachen Zonen sind hier weiß gehalten und stellen insbesondere auch die Bereiche da, wo man kritische Treffer an den Fahrzeugteilen erzielen kann. Wem das nicht genug ist, der greift zu einem sogenannten Clownskin:

Ich persönlich werde es wohl so machen, dass ich noch einige Zeit mit den B+W Skin spielen werde und dann irgendwann die Default Version wieder einsetzen werde, einfach weil es mir mehr darum geht, die Schwachstellen der Tanks kennenzulernen als wirklich immer mit dieser Spielhilfe zu agieren. Aber im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen, was er machen möchte.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+