Threat Changes und ihre Auswirkungen

Nicht erst seit heute sind ja die Threatchanges wirksam. Sprich, die Tanks machen schneller Aggro und wesentlich mehr. Bereits im Raid am Montag war mir aufgefallen, wie extrem die Tanks davonschießen im Omen. Dennoch, bevor ich das Thema mal aufgreifen wollte, wollte ich selber eine Instanz tanken, um zu sehen, wie krass es wirklich ist. Gestern war ich also in ZG, was ein guter Test ist, weil man bei einigen Gegnern relativ wenig auf die Mütze bekommt. Mit anderen Worten, da hatte man früher echte Aggrorpobleme!

Gestern hingegen war es trotz guter Gruppe einfach nur….langeweilig. Man drückt dem Ziel eine Rotation Skills ins Gesicht und danach kann man schon fast afk gehen. Legt man ein DnD, dann reicht das locker flockig aus, um alle Gegner bei sich zu behalten bei Bombgruppen. Ich weiß nicht, was Blizzard sich dabei gedacht hat. Seit Classic hat das Threatgame immer zum Tanken dazugehört. Teile des Anspruchs als Tank war es immer, die Situation voll im Blick zu halten während man Threat aufgebaut hat. Aus dem Grund waren die 5er zum farmen der Valor Points immer noch halbwegs erträglich, weil man zumindest nen bisschen was als Tank machen mußte. Aber jetzt? Gähnend langweilig Dazu kommt, dass es nun in 90 % der Fälle null Unterschied mehr macht, ob ich einen Noob als Tank hab oder jemanden, der das Ganze schon seit Jahren erfolgreich betreibt. Ich frage mich da doch sehr, und bin da scheinbar auch nicht der einzige, was mit Blizzards usprünglicher Aussage ist, dass man die 5er Instanzen wieder anspruchsvoller gestalten wolle. Auf der Tankseite hat man den Anspruch jedenfalls gerade komplett abgeschafft. Das mag zwar den ein oder anderen Neuling eher zum Tanken bewegen. Aber ich denke, dass viele Veteranen, die vielleicht bisher noch die ein oder andere Instanz mehr getankt haben, dazu bringen wird, den Tank stehen zu lassen.

Das Ganze paßt allerdings auch zu Tom Chiltons Kommentar, dass die neuen Spieler immer weniger mit den grundlegenden Mechaniken von RPGs vertraut sind. Da leuchtet es natürlich ein, dass man nicht nur die Lernkurve im Anfängerbereich noch weicher gestalten will, sondern auch, dass man sie oben einfach irgendwann kappt. Traurig ist es dennoch.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+