Guild Wars 2 Gameplay – Als Norn-Waldläufer unterwegs im Wanderer-Hügel

Da derzeit in World of Warcraft nicht viel los ist, dass Add-on „Mists of Pandaria lässt ja noch immer auf sich warten, habe ich mir gedacht, ich schaue mal in Guild Wars 2 rein. Größter Vorteil bei Guild Wars 2 ist ja, dass man das Spiel nur einmal kaufen muss, monatliche Folgekosten in Form eines Abos gibt es nicht. Stattdessen finanziert sich das MMO über einen Item-Shop, der allerdings sehr human ausfällt. Man fühlt sich also nicht gezwungen etwas zu kaufen, nur um schneller oder besser beim Leveln vorwärts zu kommen. Das perfekte MMO also neben einem zweiten MMO. Denn ich weiß genau, dass ich mit dem MoP-Release erst einmal zu nichts anderes mehr kommen werde. Da lohnen sich etwaige Abo-Gebühren für ein zweites MMO kaum. Damit ist Guild Wars 2 also die perfekte MMO-Alternative.

Nachdem ich für die Previews der PC Games schon in den Beta-Wochenenden einen Elementarmagier (genau wie in Diablo 3) gespielt hatte, wollte ich allerdings was neues ausprobieren und habe deshalb eine menschlichen Nekromanten angefangen. Der hat mir allerdings nach acht Leveln überhaupt nicht mehr zugesagt. Also habe ich nochmals die Klasse gewechselt, hin zu einem Norn Waldläufer, dem Jäger von Guild Wars 2. Im Fernkampf spielt sich die Klasse echt top, nur im Nahkampf hält der Waldläufer wirklich nicht viel aus. Noch schlimmer ist allerdings sein Pet. Ich habe eine Raubkatze gezähmt, die ordentlich Schaden verursacht. Allerdings ist das Vieh nach gefühlten zwei gegnerischen Attacken am Ende. Hier muss ich mir wohl oder übel ein Tank-Bärchen besorgen, denn ständig seinen Begleiter wieder zu beleben nervt irgendwann. Das interessante am Guild Wars 2 Gameplay: Je nach angelegter Waffenart, ändern sich auch die Angriffe. Sprich, die Angriffe mit Bogen sind gänzlich unterschiedlich zu den Angriffen mit der Axt. Der Clou am Guild Wars 2 Gameplay: Man kann zwei komplette Waffensets ausrüsten und jederzeit im Kampf wechseln. Damit stehen einem also nicht nur fünf Angriffe (pro Waffe), sondern 10 zur Verfügung.

Das ganze spielt sich dann wie folgt: Alle Angriffe einer Waffe ausführen, damit diese von Abklingzeit betroffen sind (das ist der einzige limitierende Faktor im Spiel; eine Ressource wie Mana, Wut oder Energie für Angriffe gibt es nicht). Dann folgt der Waffenwechsel mit der „^“-Taste. Nun stehen wieder fünf neue Angriffe ohne CD zur Verfügung, während im Hintergrund die Abklingzeiten der ersten Waffe runterticken. Ist die zweite Waffe „verbraucht“, wechselt man einfach auf die erste zurück, bei der die CDs wieder zur Verfügung stehen. Das spielt sich am Anfang zwar etwas hektisch, man gewöhnt sich allerdings schnell daran. Am Anfang wusste ich das nicht, was zur Folge hatte, das ich immer meine fünf Angriffe mit einer Waffe ausgeführt habe und dann 15 Sekunden lang dumm in der Gegend rum stand und nur mit automatischen Angriffen kämpfen konnte. Das Resultat: Verdammt wenig Schaden. Aber mit dem Waffenwechsel klappt das jetzt super! Hinzu kommt, anders als bei WoW, das man im Laufen seine Fähigkeiten benutzen kann. Sogar die kanalisierten. Das ist auch bitter nötig, da man vielen Angriffen einfach ausweichen muss, um nicht daran zu sterben. Hier hilft besonders das schnelle Ausweichen mit einem Doppeldruck auf „W, S, A, D“, womit man gekonnt eine Ausweichrolle in die gewünschte Richtung durchführt.

Eine weitere Innovation im Guild Wars 2 Gameplay: Es gibt, mit Ausnahme der „Epic-Quest“, die sich um die zu Beginn gewählte Geschichte Eures Charakters dreht, keine Quests! Das scheint einige Spieler zu verwirren, denn die Foren sind voll mit Fragen wie „Hilfe! Ich finde keine Quests in Guild Wars 2“. Tja, gibt’s auch nicht. Stattdessen gibt es eine Art öffentliche Quests wie in Warhammer Online und Events. Diese Events treten immer zufällig in der Welt auf und werden auf der Karte gekennzeichnet. Da kann man mitmachen (gibt ja XP und Karma-Punkte, die man für Ausrüstung und Waffen bei den Herzchen-Händlern als Währung braucht), muss man aber nicht. Aber wenn man levelt, sollte man die natürlich mitnehmen, da diese Events eben die herkömmlichen Quests ersetzen. Darüber hinaus gibt es allerlei Zeug zu entdecken in Guild Wars 2: Wichtige Orte, Aussichtspunkte, Teleporter für Schnellreisen und und und. Entdeckt man alle „Collectables“ einer Karte, winkt ebenfalls eine Belohnung. Statt gezielt von Quest zu Quest zu reisen, wird man in Guild Wars 2 stattdessen immer von Event zu Event weiter getragen. Man weiß nie, was als nächstes passiert und in welche Himmelsrichtung es einen verschlägt. Das macht das Leveln sehr dynamisch.

Ich habe mal knapp eine Stunde Guild Wars 2 Waldläufer Gameplay gefrapst, kommentiert und auf YouTube hochgeladen. Das dürfte in vielen Dingen mehr erklären, als es hier in der Kürze und Schriftform möglich ist. Schreibt mir Eure Meinung, wenn das Video gut ankommt, werde ich das Medium definitiv häufiger als zusätzlichen Artikelinhalt anbieten. Im Video zu sehen: Der Wanderer-Hügel (Stufe 1-15), die Fertigkeitsherausforderung „Alte Bierfässer“, die Norn-Story-Quest „Ein neuer Herausforderer“ und das World-Event „Der gefrorene Schlund“.

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Teil 2: Guild Wars 2 Waldläufer Gameplay #2 – Finale im Wanderer-Hügel und Aufbruch ins Diessa-Plateau

 

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+