WoW – Consumables und die Wichtigkeit beim Raiden

Diese gehören zum Holypriester wie das Benzin zum Auto. Auf Progressraids verbrauchen wir mehr, bei Farmraids weniger. Aber wir verbrauchen sie.

Was ich jedem Priester als Zweitberuf neben Schneiderei empfehle ist Kräuterkunde. Hier kann man sich seine Blumen für Elixiere, Flasks und Manapots selber sammeln und von einem bekannten Alchi zusammenbrauen lassen. Ebenso solltet ihr darüber nachdenken als Nebenberufe Kochen sowie Angeln auf Max zu skillen, da man aus der Kombination beider Berufe sehr leicht an sehr gutes Bufffood kommt und zudem noch die Daily-Kochquest machen kann und ab Patch 2.4 noch die Daily-Angelquest.

Zu Beginn einer jungen Heilerkarriere werden sehr viele Manapötte getrunken werden. Wenn ich an unsere ersten Kara-Runs zurück denke, so habe ich roundabout 20 Manapots pro kompletten Run getrunken. Die Heals hatten noch nicht die optimale Größe, so das Downranken von Spells nur schwerlich möglich war (heute heile ich z.T. mit GH 1), zum anderen war das Timing sehr suboptimal, so das viele Heals im Overheal verpufften. Das ist aber durchaus normal, was mit stetig besser werdendem Gear und wachsender Erfahrung die Manapots minimieren wird. Scheut Euch also nicht lieber einen Manapot mehr als zu wenig einzuwerfen. Und bedenkt: Es bringt nichts erst einen Manapot einzuwerfen wenn ihr oom seid. Euer Tank wird Euch für die Worte „Öh, ich bin oom btw“ hassen. Hier ist der Schlüssel zum erfolgreichen Manahaushalt den Encounter, seinen Schaden und den daraus resultierenden Manabedarf zu kennen. Kennt ihr diesen noch nicht oder sehr ungenau, werft frühzeitig Pots ein, wenn Euer Mana auf 70-80% gesunken ist. Der hierfür genannte Begriff ist das Chainmanapotting.

Werft Ihr erst einen Pot wenn Ihr oom seid, kommt ihr von 0 auf ca 20-30% Mana. Dann habt ihr 2 Minuten CD und heilt weiter. Seid ihr nun wieder oom, müsst ihr auf den Manapot-CD warten um den nächsten Pot einwerfen zu können. In dieser Zeit könnt ihr nicht heilen bzw. nur Mana außerhalb der FSR reggen. Beim Chainmanapotting wird hingegen versucht sein Mana permanent oberhalb der 50% zu halten, damit es nicht zu Situationen kommt, wo man gar kein Mana mehr hat und nicht heilen kann. Encounter wie der Prinz oder Nightbane waren seinerzeit in Kara Encounter die prädestiniert fürs Chainpotting waren.

Versucht u.A. euren Schattengeist frühzeitig zu nutzen, damit er ggf. im Encounter 2x zur Verfügung steht. Achtet dabei auf die Fähigkeiten der Bosse, wann diese ggf. geschwächt sind und euer Schattengeist dadurch mehr Schaden, also Mana, machen kann. Der Kurator in der Evocationphase wäre hier z.B. als Stichwort zu geben. Ebenso können AE Effekte des Bosses den kleinen Racker schnell umhauen, so das er gar kein Mana herstellen kann. Also versucht ein Timing zu entwickeln und schickt den Geist zwischen zwei AE-Phasen auf den Boss los.

Sollten mal alle Stricke reißen, fragt bei Eurem Druiden nach, ob noch ein Anregen verfügbar ist, aber versucht erst mal prinzipiell nur mit Euren Cooldowns auszukommen, da nicht immer ein Druide oder sein Anregen verfügbar ist. Die geben sich das nämliche gerne selber.

Damit es evtl. gar nicht zu einem hohen Manapotverbrauch kommt, kann man sich noch anderweitig buffen. Bei Progressraids würde ich immer eine Mp5 Flask nehmen, einfach deswegen, weil sie 2 Stunden auch über den Tod hinaus hält und Elixiere sehr schnell in Mehrkosten ausarten würden. Die anderen Flasks sind leider für uns sinnlos, hier würde ich mir persönlich eine fürs Endgame interessante Addheal-Flask wünschen bzw. mit den 2.4er Änderungen eine Willenskraft-Flask.

Bei Farmraids kann eine Flask u.U. schon überflüssig sein, aber Elixiere sind es nie. Ich empfehle die Kombination aus Mageblood (MP5) und Heilkraft (Addheal) oder mit 2.4 dann Draenic Wisdom (30 Int+WK) und eben Heilkraft. Solltet ihr noch HP Probleme haben, könnt Ihr statt Heilkraft auch Elixier des Meisters (+15 to All Stats) benutzen.

Zudem ist Superior Mana Oil (14 Mp5) auf der Waffe immer eine gute Wahl. Ich selbst bevorzuge Brilliant Mana Oil (12Mp5 25 Addheal), was zwar etwas teuerer in der Herstellung ist und nur von Enchantern hergestellt werden kann, die damals Ruf in Zul Gurub gepusht haben, aber eben noch Addheal bietet, was das neue Oil leider nicht kann.

Die dritte Möglichkeit sich zu Buffen ist Food. Hier kommt Euch ein hoher Koch/Angelskill zu Gute. Neben dem normalen Bufffood, was in den diversesten Variationen existiert und 20 Stam sowie WK bietet, gibt es noch ein paar recht spezielle Sorten, die wie für uns gemacht scheinen. So gibt es in den Zangamarschen den Sporenfisch, der 20 Stam + 8 MP5 bufft, in Terokkar den Golden Darter, der 44 Addheal + 20 WK bufft und mit 2.4 das beste Bufffood für Priester (die kein HP Problem haben) darstellt. Bevor ihr Euch auf den Weg macht um diese Fische zu angeln, empfehle ich euch die Fähigkeit Fischschwärme zu orten (analog zu Kräuter/Minensuche) zu erangeln. Die Fähigkeit kann man nämlich nicht käuflich erwerben, sondern nur aus Kisten im Wasser erangeln. Hier empfehle in den Trümmern bei den Pumpen in den Zangamarschen auf die Jagd zu gehen. Ich habe nach einer Stunde Glück gehabt und den Skill „gefangen“. Mit diesem Ortungssystem lassen sich per Flugmount die Schwärme wesentlich einfacher auf der Minimap ausmachen und man spart Zeit bei der lästigen Schwarmsuche.

Abschließend kann ich nur sagen, das wahrscheinlich neben den Tanks, der Priester bzw. die Heiler allgemein, den höchsten Verbrauch an Consumables im Progress haben. Wer nicht bereit ist dafür zu farmen, wird sehr schlechte Karten haben oder sehr bald sehr arm sein. Überlegt dann lieber ob die Klasse MT/Heiler für Euch das Richtige ist. Damage Dealer haben da bei weitem weniger Kosten und können zudem noch besser farmen. Ziehmlich unfair das ganze.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+