Risk and Reward – warum das eine nicht ohne das andere geht

Eigentlich geht es nur um ein kleines Fundstück. R.A. Salvatore, bekannt u.a. als Bestseller Autor der D&D Reihe um Drizzt do’Urden, ist momentan als Designer bei 38 Studios angestellt. In einem Interview bei Gamasutra hat er ein paar bemerkenswerte Sätze gesagt:

„If you take out of a world two things: the pain of losing, it will diminish the accomplishment of winning. And if you take the element of chance of out it, I won’t enjoy it. You need that in games. It’s harder to do that in a computer game, because your phone lines will light up. Never listen to your customer service guys when you’re designing a game.“

Besser kann man es eigentlich nicht ausdrücken. Natürlich lebt das Raiding Game in WoW davon, dass man 20x wipen kann ohne dass man danach Level 70 ist. Es ist etwas, das ich in Eve schätze, man muss sich überlegen, was man will. Und was man riskiert. Wir hatten über das Wochenende eine OP, wo ich leider nicht dabei sein konnte. Es ging in ein Wurmloch, als Revanche für eine Schlappe, die unserer französischer Wing hatte einstecken müssen, als die Gegner Sölder auffuhren, die das Gleichgewicht komplett kippten. Die OP war sorgfältig geplant, man hatte das WH infiltriert und am Freitag die beiden dort befindlichen Possen reinforced worden. Gestern war dann die Frage, ob es zum Kampf kommen würde oder nicht. Letzteres war der Fall, aber es konnten Güter im Wert von ca 15 Milliarden ISK erbeutet werden, obgleich der Gegner schon mittels Selfdestruct und durch gecloakte Schiffe den Schaden zu reduzieren suchte.

Fakt ist, der Gegner kann nach dieser Aktion eben nicht einfach so weitermachen, obgleich Wormholes sehr profitabel sein können. Bei Aion war einer der Punkte, die mir gefallen haben, eben der, dass man nicht einfach überall afk gehen konnte, weil der Tod eben Folgen hatte, die über eine geringe Repkostenrechnung hinausging.

Ähnliches gilt für die Zufälligkeiten. Was ich leider viel zu selten mache, ist schlichtwegs mir meine Cov Ops schnappen und nach Plexen zu suchen (was in Lonetrek leider selten was bringt weil es so dicht besiedelt ist). Aber hier gibt es eben Abwechslung, weil man es selten macht und weil ich eben längst noch nicht alle Plexe gesehen habe.

Jedenfalls weckt dieses Interview in mir das Interesse, das mir bis dato unbekannte Projekt Copernicus mal weiterzuverfolgen.

Marcus Lottermoser
Streamer/YouTuber/Redakteur at Myself
Jahrgang '79, seit Ende der '80er nerdiger Gamer. Absolvierte die Ausbildung zum Editor bei der Computec Media AG (PC Games) in Fürth. Kommunikationsdesigner durch die School of Life, Streamer und YouTuber aus Leidenschaft! Google+